24.03.2021 Basel 12 minMinuten Lesedauer

«Esther Keller muss mit dem grossen Besen kehren»

100 Jahre TCS beider Basel: Christophe Haller und Lukas Ott über den Wandel der Mobilität und ideologische Verkehrs­planer.

«Mit 73'000 Mitgliedern muss sich der TCS beider Basel nicht verstecken»: Präsident Christophe Haller (r.) und Geschäftsführer Lukas Ott vor dem TCS Center in Füllinsdorf.

Mit 73'000 Mitgliedern ist der TCS Sektion beider Basel in der Region Basel eine Macht. Dieses Jahr jährt sich seine Gründung zum 100. Mal. Zwischen 1921 und 2021 liegt eine lange Geschichte der Verkehrsentwicklung – die Mobilität hat sich stark verändert, und auch der Touring Club durchlebte bewegte Zeiten mit Höhen und Tiefen. 

Noch in wacher Erinnerung ist die Schlammschlacht, die vor 15 Jahren beinahe zum Untergang der lokalen Sektion geführt hätte: Hohe Kostenüberschreitungen und Honorarbezüge trieben den TCS beider Basel nahe an den Abgrund. Es kam zu massenhaften Austritten.

15 Jahre später können TCS-Präsident und alt Grossrat Christophe Haller (FDP) sowie Geschäftsführer Lukas Ott den Prime News-Journalisten im TCS Center in Füllinsdorf in aufgeräumter Stimmung empfangen. Die Vergangenheit ist bewältigt, der Fokus liegt auf der langfristigen Strategie und der Frage, wie die Verkehrspolitik in Basel vom einseitig-ideologischen Tunnelblick befreit werden kann.

Herr Haller, Sie schreiben in der Jubiläums-Festschrift von einem Déjà-vu. Die Situation sei ähnlich wie vor 100 Jahren, als der TCS in Basel gegründet wurde. Hinkt dieser Vergleich nicht? Die Verhältnisse sind doch heute komplett anders.

Christophe Haller: Täuschen Sie sich nicht. 1921 brach in Basel die Pocken-Epidemie aus, von der bald die ganze Schweiz betroffen war. Dem FCB ging es hundeelend, was uns aktuell ja sehr bekannt vorkommt. Und, auf den TCS bezogen: Es lebte von Beginn an der Clubgedanke, was erfreulicherweise auch heute noch der Fall ist.

Sie halten in der Fest­schrift zudem genüsslich fest, dass die Auto­fahrer in der Region schon vor einem Jahr­hundert mit Bussen geplagt wurden…

Christophe Haller: …ja, in der Tat. Allerdings von den Baselbietern, nicht aber von den Städtern. Das hat sich inzwischen geändert. (lacht)

Das waren noch Zeiten: 1925 organisierte der TCS beider Basel Ausfahrten für Pensionierte. Treff­punkt war beim Münster­platz. Bild: TCS beider Basel

Was löst es bei Ihnen aus, wenn Sie alte Fotos aus der Vor­kriegs­zeit betrachten, als die Auto­mobile noch auf dem Münster­platz parkierten?

Lukas Ott: Das Bild, das Sie konkret ansprechen, datiert aus dem Jahr 1925. Damals organisierte der TCS die ersten Autofahrten für Pensionäre. Man nahm sie mit auf eine sonntägliche Ausfahrt und vereinbarte sich für diesen Zweck beim Münsterplatz. Bei mir kommt da viel Nostalgie auf. Aber es ist klar: Diese Zeiten sind vorbei. Etwas gemeinsam zu unternehmen, hat allerdings beim TCS nach wie vor einen hohen Stellenwert. Das zeichnet uns aus.

Christophe Haller: Ich erinnere mich noch gut, wie ich als Student beim Rosshof parkierte. Der Bezug zum Auto ist heute ein anderer. Wobei ich überzeugt bin, dass gerade aufgrund der Pandemie der Wunsch wieder zugenommen hat, mit einem individuellen Verkehrsmittel unterwegs zu sein, in dem man – im Unterschied zum Zug oder dem Tram – nicht angehustet wird. Die Statistik zeigt, dass wieder deutlich mehr junge Leute Autofahren lernen. 

 
 

 

 

Sie haben den Club­gedanken als heraus­ragendes Merkmal des TCS erwähnt. Wird im 21. Jahr­hundert aber nicht die Individualität gross­geschrieben? Überall in der Schweiz kämpfen die Vereine mit Mitglieder­schwund. Ist das nicht ein Problem?

Lukas Ott: Der TCS beider Basel besteht aus fünf Untersektionen. Das Engagement der verantwortlichen Personen ist dort matchentscheidend. 2011 haben wir beispielsweise eine Youngtimer- und Classic-Sektion gegründet. Rasch wuchs sie von 40 auf 130 Mitglieder an. Die Damensektion ist ebenfalls sehr aktiv, der Camping- und Caravaning-Club läuft sogar sensationell gut. Die Seniorengruppe musste hingegen mangels Nachfolge im Vorstand leider aufgelöst werden. 

Christophe Haller: Mit 73'000 Mitgliedern muss sich der TCS beider Basel nicht verstecken, auch wenn ich Ihnen beipflichte, was den gesellschaftlichen Wandel anbelangt. Unsere Vision als lokale Sektion ist es, einerseits in Zusammenarbeit mit dem TCS Schweiz Dienstleistungen für die Mitglieder zu erbringen. Wir möchten zudem dem sozialen Aspekt ein hohes Gewicht geben: Gleichgesinnte im TCS sollen zusammen aktiv sein können, sei es durch Ausflüge, Events oder andere Anlässe.

So wie ich es wahr­nehme, versucht der TCS zudem, seinen Mitgliedern möglichst viele Vergünstigungen zu offerieren.

Das ist der dritte Punkt, und der ist ebenfalls sehr wichtig. Mit zahlreichen Sonderangeboten oder Rabatten aufgrund der TCS-Mitgliedschaft lässt sich der Jahresbeitrag locker wettmachen oder sogar übertreffen. Wir können also starke Argumente ins Feld führen, warum es sich lohnt, nach wie vor bei uns dabei zu sein.

Bild: Christian Keller

«Wir müssen bei den Antriebs­technologien aufpassen, dass wir nicht ausschliesslich auf die Elektro­mobilität setzen.»

Christophe Haller; Präsident TCS Sektion beider Basel

Dennoch ist die Mitglieder­zahl der Sektion beider Basel seit 2010 von 86'000 auf noch 73'000 gesunken. Was sind die Gründe dafür?

Christophe Haller: Früher kamen viele Automobilisten wegen der Pannenhilfe zum TCS. Das ging über Generationen so. Mittlerweile ist die Konkurrenz in diesem Segment jedoch stark gestiegen. Wenn Sie ein Auto kaufen, ist die Pannenhilfe häufig bereits Teil des Angebots. Will heissen: Das einstige Grundbedürfnis für die TCS-Mitgliedschaft ist nicht mehr so stark gegeben.

Lukas Ott: Man muss an dieser Stelle jedoch dezidiert festhalten, dass die Pannenhilfe des TCS konkurrenzlos geblieben ist. Bis zum Eintreffen beim Pannenfahrzeug benötigen wir durchschnittlich 32 Minuten, während andere Anbieter schon mal drei bis vier Stunden auf sich warten lassen. Beim TCS kann in 86 Prozent aller Fälle die Fahrt fortgesetzt werden. Bei Mitbewerbern landen die Fahrzeuge derweil gerne einmal für mehrere Tage in der Garage.

Christophe Haller: Unsere Herausforderung liegt natürlich darin, auf diese Unterschiede aufmerksam zu machen. Überhaupt muss es uns gelingen, den Mitgliederschwund zu stoppen. So machen wir zum Beispiel, aus der jährlichen Generalversammlung ein kleines Happening. Es tritt jeweils ein Künstler auf, und im Anschluss findet ein Stehapéro statt, der rege zum Austausch genutzt wird. Wir erhielten bislang sehr positive Reaktionen. Corona hat uns nun aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vielleicht lassen wir irgendwann die legendären TCS-Bälle wieder aufleben.

Die jüngere Geschichte des TCS beider Basel ist geprägt von einer schweren Krise im Jahre 2007, als massive Kosten­über­schreitungen und hohe Honorar­bezüge für Negativ­schlagzeilen sorgten. Ist diese Vergangen­heit aufge­arbeitet?

Christophe Haller: Das war eine ganz schwierige Phase, die wir zum Glück vollständig überwunden haben. Der TCS befand sich seinerzeit nahe am Konkurs. Noch heute frage ich bei unserer wöchentlichen Sitzung zuerst nach der Liquidität, obwohl wir da längst wieder im grünen Bereich sind. Die damaligen Verwerfungen haben uns sehr stark geprägt.

Lukas Ott: Der TCS beider Basel steht heute finanziell sehr gut da. Als ich 2013 als Geschäftsführer übernommen habe, stand der Schuldenabbau ganz oben auf der Prioritätenliste. Wir konnten ein grosses Darlehen des TCS Schweiz frühzeitig zurückbezahlen. Nun geht es noch darum, die Hypothekenlast zu reduzieren. Auch in diesem Punkt sind wir schneller vorangekommen als geplant. 

Christophe Haller: Die Rückkehr zur Normalität erkennt man daran, dass wir seit drei Jahren wieder Steuern bezahlen. (lacht)

Lukas Ott: Ich möchte in diesem Zusammenhang nochmals auf die Vision zu sprechen kommen, die Christophe Haller erwähnt hat. Um unsere Zukunft langfristig zu sichern, müssen wir uns von den Mitgliederbeiträgen unabhängiger machen. Deshalb haben wir das Dienstleistungsangebot laufend ausgebaut. Die Mitgliederbeiträge machen inzwischen noch rund die Hälfte des gesamten Umsatzes aus. Das verschafft uns mehr Spielraum und Flexibilität. Wir funktionieren eigentlich wie ein KMU.

Bild: Christian Keller

«Sollten sich die Absichten für das Road Pricing in Basel konkretisieren, werden wir höchst­wahrscheinlich das Referendum ergreifen.»

Lukas Ott, Geschäfts­führer TCS Sektion beider Basel

Die Mobilität verändert sich: Sharing-Modelle sind stark im Trend. Warum ist der TCS beider Basel hier nicht stärker mit von der Partie, zum Beispiel mit einer Beteiligung bei Pick-e-Bike?

Christophe Haller: Weil das ein steuerfinanziertes Projekt der BLT ist und wir nicht angefragt wurden. Bei den mietbaren Cargo-Velos in Basel-Stadt waren wir hingegen von Anfang an führend. Das Angebot ist ein grosser Erfolg und untermauert die Offenheit des TCS gegenüber neuen Formen der Mobilität. Wenn es sich ergibt, werden wir weitere solche Projekte unterstützen. Vor einer Entwicklung möchte ich aber warnen.

Vor welcher?

Christophe Haller: Wir müssen bei den Antriebstechnologien aufpassen, dass wir nicht ausschliesslich auf die Elektromobilität setzen. Ich verweise hier zum Beispiel auf Strassburg, wo Busse mit Wasserstoff im Einsatz sind oder auf Mulhouse mit seinen Biogasbussen. Derweil setzen die BVB nur auf Elektrizität. Welches die Antriebskraft der Zukunft ist, kann man heute noch nicht mit Gewissheit sagen. Wir sollten deshalb in Basel mehrgleisig fahren und in den nächsten Jahren beobachten, was sich als Antriebskraft der Zukunft durchsetzt.

 
 

 

 

Der TCS galt lange als reine Interessen­organisation der Auto­fahrer. Wann erfolgte die Neu­positionierung?

Lukas Ott: Viele wissen nicht, dass der TCS Schweiz 1896 in Genf als Veloclub gegründet wurde. Ab 1901 kamen die ersten Dienstleistungen für Autofahrer dazu, dann waren wir tatsächlich lange ein Autoclub – bis 1996 der Wandel zum Mobilitätsclub vollzogen wurde. Ab diesem Moment wurden neue Dienstleistungen entwickelt, und auch Velofahrer schlossen sich wieder vermehrt dem TCS an.

Christophe Haller: Würden wir uns ausschliesslich auf die Autofahrer fokussieren: Ich weiss nicht, ob der TCS in zehn Jahren noch existieren würde. Die politische Bandbreite bei den Mitgliedern ist sehr hoch und reicht bis weit ins linke Lager. Darüber bin ich manchmal selber erstaunt.

Führt das nicht zu unüber­windbaren Interessen­konflikten? Wie will der TCS beider Basel Positionen vertreten, die innerhalb des Clubs nicht sogleich Opposition hervor­rufen?

Lukas Ott: Es kommt selten vor, dass wir Widerspruch erfahren – zuletzt gab es einige wenige kritische Stimmen, als wir das Referendum gegen den Veloring mitunterstützt haben.

Christophe Haller: Ich erkläre mir die hohe Zustimmung damit, dass wir nicht plakativ auftreten. Der TCS hat den gesamtheitlichen Verkehr im Blick. Und unser grosser Schwerpunkt – die Verkehrssicherheit – findet überall Anerkennung. Kaum ein Kind in der Region geht ohne das Leuchtdreieck «TCS Triki» in den Kindergarten.

Dann reden wir doch über die Verkehrs­politik. Roadpricing-Pläne, Tempo 30 in der Feld­berg­strasse, Auto­fahr­verbot beim Bank­verein, Parkplatz-Abbau beim Hörnli: Das sind ziemlich viele Eier, die Ihnen das rot-grüne Basel zum runden Geburtstag in den Korb legt.

Christoph Haller: Gegen solche Pläne wehren wir uns. Ich möchte aber betonen: Der TCS verfolgt einen differenzierten Ansatz. Dass zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zum Beispiel bei der Austrasse Parkfelder aufgehoben wurden, fanden wir sinnvoll. Allerdings braucht es als Ersatz zwingend Quartierparkings.

Schlagzeilen
 
 

Die immer versprochen, aber nie realisiert werden…

Christophe Haller: …was in der Tat nicht angeht. Der Bau von Quartierparkings muss parallel zur Aufhebung von Parkplätzen erfolgen und darf nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag hinausgeschoben werden. Der TCS will sich aber konstruktiv in die Debatte einbringen. Wir sind überzeugt, dass wir im Meinungsbildungs-Prozess einen gewissen Einfluss nehmen können. Das stille Schaffen hinter den Kulissen bringt häufig mehr, als laut auf die Pauke zu hauen.

Wird denn beim Basler Bau- und Verkehrs­departement auf den TCS gehört?

(Längeres Zögern)

Christophe Haller: Naja. Wir werden die neue Amtsvorsteherin Esther Keller nach ihren ersten 100 Tagen zu einem Gespräch einladen. Sie muss im Bau- und Verkehrsdepartement mit dem grossen Besen kehren. Ihr Vorgänger Hans-Peter Wessels hat sich wenig um Führungsaufgaben gekümmert und seinen Mitarbeitenden sehr viele Freiheiten gelassen. Es hat sich keine gute Kultur entwickelt. Die Verkehrsplanung wird fast ausschliesslich von VCS-Mitgliedern verantwortet, die sehr einseitig und ideologisch ans Werk gehen.

Esther Keller ist bekanntlich daran, Pläne für das Road Pricing voranzu­treiben. Wer nach Basel hinein­fährt, soll künftig zahlen.

Lukas Ott: Sollten sich diese Absichten konkretisieren, werden wir höchstwahrscheinlich das Referendum ergreifen. Nicht nur aus politischen Gründen, sondern auch deshalb, weil sich ein solches Modell in unserer kleinen Region mit vielen Grenzen schlicht nicht umsetzen lässt.

Immerhin haben Sie noch das bürgerliche Basel­biet.

Christophe Haller: Der Schein trügt, leider. Gewisse Tendenzen aus der Stadt schwappen in die Agglomeration über – so wird zum Beispiel Tempo 30 auf den Hauptstrassen in den Vorortsgemeinden zum Thema. In Wohnquartieren macht die Verkehrsberuhigung zweifellos Sinn. Aber bei Durchgangsstrassen führt sie bloss zu Stop-and-Go, mehr Lärm, Umgehungsverkehr in den Quartieren und zu Emissionen. Das will niemand.

Lukas Ott: Wir tauschen uns mehrmals im Jahr mit der Baselbieter Regierung aus. Wir stellen fest, dass unter der SP-Polizeidirektorin Kathrin Schweizer und dem grünen Baudirektor Isaac Reber Entwicklungen stattfinden, die uns Sorgen bereiten. So hatte uns Reber zugesichert, dass die alte Rheinstrasse nicht zurückgebaut wird, solange die Umfahrung Augst nicht zur Verfügung steht. Nur wenige Monate nach seiner mündlichen Aussage wich er plötzlich von seiner Haltung ab. Nun will er den Rückbau der Rheinstrasse doch umsetzen. So geht das nicht.

Christophe Haller: (schmunzelt) Sowohl Kathrin Schweizer wie Isaac Reber waren in früheren Jahren beim Bau- und Verkehrsdepartement angestellt. Das ist ganz offensichtlich nicht spurlos an ihnen vorbeigegangen.

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Christian Keller

Christian Keller

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