«Die Gassenküche ist für viele wie ihr Stübli»
Der Leiter der Basler Gassenküche Andy Bensegger über Einsam- und Geselligkeit, Armut und Probleme bei der Dreirosen.
Andy Bensegger ist in der Gassenküche wie ein Beizer
Seit 2018 leitet Andy Bensegger die Basler Gassenküche mit einem Team aus einer Handvoll Festangestellten, circa 50 freiwilligen Helferinnen und Helfern und den vielen Gästen, die täglich für Frühstück und / oder Abendessen vorbeikommen.
Das Zmorge gibt's an der neuen Adresse an der Markgräflerstrasse umsonst, das Znacht kostet 3 Franken. Bensegger kam per Zufall zur Gassenküche, und leitet inzwischen die dortigen Geschicke. Das bedinge, jede und jeden so zu nehmen, wie er oder sie sei. Egal, mit welchen Besonderheiten man kommt.
Andererseits musste er im letzten Jahr auch einmal «Nein» sagen, als die Gassenküche auf einmal von den «Falschen» überlaufen wurde. Ungeschönt berichtet er von den Problemen, die durch Drogenhandel und unbegleitete Asylsuchende bei der Dreirosenanlage auch für die Gassenküche entstanden sind.
Im Fürobebier-Podcast erzählt der 60-Jährige, wie er mit diesem Spagat umgeht, wie wichtig die Geselligkeit in der Gassenküche für die Gäste ist, wieso seit dem Umzug vom Lindenberg ins Matthäus-Quartier auf einmal vielmehr Frauen in die Gassenküche kommen, über Armut und Vorurteile. Und über die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die 2023 mit dem Prix Schappo ausgezeichnet wurden.
Der Fürobebier-Podcast wird präsentiert von der Biermanufaktur Birtel Bier auf dem Dreispitz.
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