12.12.2020 Stage 4 minMinuten Lesedauer

Ausbildung & Stage

Prime News bietet sechsmonatige Stages an. Nebst der Einführung in den Journalismus gehören auch Einblicke in die Unternehmens­kommunikation von Partnerfirmen dazu.

von Prime News-Redaktion

Wir bieten pro Jahr jeweils zwei Stages an:

  • Februar bis Juli 2021 (Bewerbungsfrist abgelaufen)
  • August 2021 bis Janur 2022 Jetzt bewerben 

Beschäftigungsgrad / Entlöhnung:
mind. 60% / CHF 800 pro Monat

Zielsetzungen Stage

Am Journalismus interessierte junge Menschen im Alter zwischen 20-25 Jahren, die bei Prime News ein Stage absolvieren, sollen während ihrer Zeit auf der Redaktion einen vielseitigen und lehrreichen Einblick in die dynamische Medien- und Kommunikationswelt erhalten. 

Die Stagiaires werden gefördert, aber auch stark gefordert – in vielerlei Hinsicht: Die journalistische Tätigkeit muss sie nicht nur bezüglich den redaktionellen Fähigkeiten, sondern auch in ihrer Entwicklung als Persönlichkeit weiterbringen.

Die Ausbildung soll sich nicht ausschliesslich auf klassische journalistische Kernbereiche beschränken, wie dies üblicherweise der Fall ist. Durch die Zusammenarbeit mit Prime News-Partnern durchlaufen die Stagiares auch mehrtägige oder mehrwöchige Gastaufenthalte bei Institutionen und Unternehmen und lernen so die Krisen- und Unternehmenskommunikation kennen.

Diese Horizonterweiterung hilft, die Funktionsweisen der Branche besser zu verstehen und für die verschiedenen Rollen und Aufgabenstellungen Verständnis zu entwickeln.

Das Stage bei Prime News dauert mindestens sechs Monate und eignet sich nur für «Rookies», die bereit sind, mehr zu leisten als der Durchschnitt. Die Stagiares setzen sich selber hohe Ziele und gehen mit entsprechender Anspruchshaltung ans Werk. 

Die Auswahl geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten erfolgt denn auch nach klaren Kriterien. Ein Stage bei Prime News soll einem Gütesiegel gleichkommen, das den Absolventen/-innen überall die Türen öffnet.

Konkrete Umsetzung

Stagiaires erhalten während ihrer Ausbildung auf der Prime News-Redaktion eine 1:1-Betreuung und beständige Feedbacks auf ihre Arbeiten. Sie werden geschult in den wichtigsten Grundregeln des Journalismus und der gängigen Praxis (bsp. Vorgehen bei Anfragen und Recherchen, Recht auf Gegenlesen, allgemeines Medienrecht etc.). 

Durch die Teilnahme an Pressekonferenzen, Parlamentsdebatten, Gerichtsverhandlungen, Interviews oder auch informellen Gesprächen mit Politikern und Wirtschaftsexponenten werden sie damit vertraut gemacht, wie wichtig Kontakte und ein Netzwerk in diesem Beruf sind.

Ein zentraler Bestandteil ist ferner das Schreiben, also der Aufbau / Gliederung / Struktur eines Artikels in Verbindung mit dem Einsatz von passendem Bild- und/oder Videomaterial.

Sodann werden die Stagiaires im Umgang mit dem redaktionellen «Content Management Systems» geschult und lernen die Verbreitung von Inhalten auf den passenden Kanälen in den Sozialen Medien (Facebook, Twitter, Linkedin, App etc.).

An folgende Disziplinen werden sie herangeführt und schliesslich damit beauftragt, selber entsprechende Inhalte zu realisieren:

  • Schreiben und Aufschalten von Schlagzeilen (Kurzmeldungen), damit verbunden die Fähigkeit zu erkennen, was «wichtig» ist und was nicht
  • Verfassen von klassischen tagesaktuellen Artikeln mit hohem News-Wert
  • Reportage und alle Elemente, die dazugehören
  • Interview (worauf es bei Fragen ankommt)
  • Porträt (gehört zu den schwierigsten Disziplinen)
  • Analyse
  • Kommentar

Ausgebildet werden sie schliesslich im Filmen mit dem Smartphone mit professioneller Licht- und Mikrofonausrüstung, um gefilmte Interviews oder auch Videos eigenständig produzieren und im Schnittprogramm bearbeiten zu können.

Die gesamte Ausbildung zielt darauf ab, dass die Stagiaires ihr Potential erkennen und lernen, Entscheidungen zu treffen. Eigenverantwortliches Handeln ist zentral im Journalismus (und wohl auch im Leben). Fehler zu machen, ist nichts Schlimmes – die Erkenntnisse daraus machen es erst möglich, sich zu verbessern.

Viel nachteiliger ist es, keine Entscheidungen zu treffen. Diese positive Grundhaltung soll den Stagiaires vermittelt werden.

Das sagen ehemalige Stagiaires

Romina Gilgen

Nach nur sechs Monaten (August 2020 bis Januar 2021) endet meine interessante und lehrreiche Zeit bei Prime News. Nun muss ich mich dem Abschluss-Semester meines Bachelors an der Universität Basel widmen. 

Schon an meinem Probetag durfte ich Luca Thoma und Oliver Sterchi an eine Pressekonferenz begleiten. Für Leute, die das jeden Tag machen, ist das nichts Besonderes. Für mich jedoch war es ein spezielles Erlebnis. Statt die Neuigkeiten im Fernsehen oder in Zeitungen mitzuverfolgen, war ich hautnah dabei. Für eine neugierige Person wie mich der Jackpot.

Ausserdem habe ich dort Alt-Bundesrätin Doris Leuthard kennenlernen dürfen. Dies hat mich insbesondere gefreut, weil sie genau wie ich eine Aargauerin ist. 

Nach zwei bis drei Wochen Schlagzeilen-Training sagte Christian Keller zu mir, dass ich nun auch eigene Geschichten verfolgen könne. Das freute mich natürlich sehr. Ich verabredete mich mit interessanten Persönlichkeiten, sprach mit ihnen und schoss Fotos. Nach der Vorfreude kam jedoch die Ernüchterung. Nicht selten musste ich einen Text etliche Male umschreiben oder im Büro feststellen, dass ich kein gutes Foto geschossen hatte.

Wenn Christian Keller dir am «Kennen-Lern»-Gespräch also sagt, du würdest gefordert und gefördert, dann meint er dies auch so. 

Ich hatte sehr hohe Erwartungen an mich selbst, ich bin eine Perfektionistin, das war ich schon immer. Und obwohl jeder weiss, dass kein Meister vom Himmel fällt, so ist das Erfahren am eigenen Leib doch etwas anderes. Nach solchen Erlebnissen ist es nicht leicht, jedes Mal aufs Neue motiviert an bevorstehende Texte heranzugehen. Irgendwann kam jedoch der Wendepunkt und ich erkannte die eigenen Fortschritte und wurde dafür auch gelobt. 

Das Stage bei Prime News bietet viel Freiraum, um eigene Ideen zu verwirklichen. Wenn ich ein Projekt verworfen habe, dann war es meine eigene Entscheidung. Und auch wenn das Umschreiben der Texte jeweils viel Mühe gekostet hat, so bin ich froh, dass sich das Team jeweils die Zeit genommen hat, meine Artikel gegenzulesen und mir auch ein umfassendes Feedback zu geben.

Was ich teilweise bei anderen News-Portalen lese (ich will keine Namen nennen) ist schade. Man merkt einem Beitrag an, ob er Korrektur gelesen wurde oder nicht. Dem Prime News-Team ist es wichtig, qualitativ hochwertige Texte zu liefern, die möglichst keine Fehler aufweisen.  

Am meisten Spass gemacht in diesem halben Jahr haben mir die Treffen mit Persönlichkeiten. Menschen und ihre Geschichten haben mich schon immer fasziniert. Das war auch einer der Gründe, weshalb ich Journalismus machen wollte.  

Mein Stage wurde von der Covid-19 Pandemie begleitet. Dies ermöglichte mir zwar, Menschen eine Stimme zu geben, die sonst vielleicht keine gehabt hätten, dennoch wüsste ich auch gerne, wie der journalistische Alltag normalerweise aussieht. Wenn beispielsweise nicht jede Woche der Bundesrat eine Pressekonferenz abhält und es nicht ständig um Schliessungen, Infektionen und Hilfsgelder geht.

Als grosse Stärke von Prime News sehe ich das Team, welches stets motiviert und mit viel Herzblut arbeitet. Die Atmosphäre ist dabei professionell, aber auch freundschaftlich. So gibt es neben langen Arbeitstagen auch Gelegenheiten für Freitags-Apéros.

Besonders inspirierend fand ich jeweils die Redaktions-Sitzungen am Montagmorgen. Bei einer Tasse Kaffee und einem Gipfeli werden Themenideen gesammelt und besprochen.

Silvan Buchecker

Der erste Arbeitstag war ein Sprung ins kalte Wasser; ich wurde allein an eine Pressekonferenz anlässlich der Präsentation der Sonderbriefmarke zum 1'000-jährigen Jubiläum des Basler Münsters geschickt.

Neu, beziehungsweise herausfordernd war es, die Scheu zu überwinden und mich den wichtigsten Akteuren – unter anderem der damaligen Regierungsrätin Eva Herzog – vorzustellen sowie ein attraktives Foto zu schiessen. Das Highlight dieses ersten Tages war jedoch die Begegnung mit Augustin Carstens, Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und einer der weltweit wichtigsten Notenbanker.

Mein Abstecher in den Journalismus begann also einerseits spannend und andererseits auch fordernd. Nicht selten verliess ich das Büro erst nach neun bis zehn Arbeitsstunden und musste einige Abende für Pressekonferenzen hergeben. Zudem war es selbst als im Schreiben geübter Geisteswissenschaftler anfänglich nicht einfach, den journalistischen Stil zu treffen.

So musste ich auf Anweisung Christian Kellers – Chefredaktor und knallharter Gegenleser – meine Texte teils zwei, dreimal überarbeiten. Kritik lässt einem nicht kalt – besonders wenn sie in bisweilen rauerem Tonfall vorgetragen wird.

Kritik bringt einen jedoch auch weiter, so wurden meine Artikel zunehmend besser und ich arbeitete immer unabhängiger. Schliesslich war ich soweit, dass ich am Januar 2020 die Verantwortung über den Bereich Wirtschaft und Innovation übernehmen konnte. Meine Fortschritte lagen nebst der zunehmenden Erfahrung zweifelsohne an der guten Betreuung durch den Chefredaktor.

Neben meinen persönlichen Erfahrungen und Fortschritten war es zudem erfrischend, in einem so jungen und dynamischen Team zu arbeiten. Der Start-up-Drive stand in gewissem Kontrast zu meiner vorherigen Tätigkeit in den Amtsstuben des Kantons Zug und war eine echte Bereicherung.

Dem jungen Unternehmen wünsche ich weiterhin alles Gute und dass es sich seine unverbrauchte Herangehensweise an den Journalismus der Region Basel bewahrt. 

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