Schlagzeilen
18.07.2019 News aus der Region

Die Gugge «Negro-Rhygass» hat nun doch ein neues Logo

Nach den Rassismusvorwürfen im letzten Jahr hat der Verein sein Signet geändert.

Das neue Logo der Negro-Rhygass: Waggis statt Bastmännchen. Bild: zvg

Update, Freitag: 07:58 Uhr: Ist das neue Logo nur ein Gag? Die Zeitung «20 Minuten» will aus sicherer Quelle erfahren haben, dass die Gugge den Clown lediglich für das Vereinsfest im August kreiert hat. Auf ein neues offizielles Logo würde man aber weiterhin verzichten. Derweil schweigen sich die Verantwortlichen der Negro-Rhygass weiter aus.

Es war eine öffentliche Debatte, wie sie Basel noch selten erlebt hatte: im Spätsommer 2018 diskutierte die ganze Stadt über das Logo einer Gugge, das von einigen als «rassistisch» und nicht mehr zeitgemäss wahrgenommen wurde. 

Die Gemüter waren erhitzt, Sympathisanten und Kritiker der «Negro-Rhygass» und deren Signet — ein schwarzes Buschmännchen mit Knochen im Haar — stritten sich wochenlang. Die Angelegenheit gipfelte in einem «Solidaritätsmarsch» Ende August, bei dem auch Neonazis mitmarschierten. 

Ausgelöst hatte den Shitstorm ein Student, der das Logo gegenüber «20 Minuten» anprangerte. Daraufhin wurde auch weit über Basel hinaus diskutiert, was die Fasnacht darf und wo es Grenzen gibt.

Die Verantwortlichen der Gugge «Negro-Rhygass» versuchten dabei stets, den Ball flach zu halten. Man respektiere die Kritik und werde Logo und Namen des Vereins überdenken.

Im Dezember verkündete der Verein dann, dass man zwar den Namen beibehalte, aber das Logo fortan nicht mehr öffentlich verwenden werde. Auf ein neues Logo wolle man aber vorerst verzichten, hiess es damals.

Gugge will keine weiteren Auskünfte erteilen

Nun scheint sich die Gugge aber doch ein neues Signet verpasst zu haben. Dies berichtete die «bz Basel» heute. Das schwarze Männchen wurde dabei durch eine clowneske Waggis-Figur ersetzt.

Das neue Logo ist auf einem Flyer abgedruckt, der auf das traditionelle Guggenfest im August aufmerksam macht. Das Dokument ist unter anderem auf der Webseite des Vereins aufgeschaltet.

Statt «E nätts Negro-Fescht» wie bis anhin heisst die Sause nun nur noch «E Nätts Fescht» — ebenfalls eine Konzession an die Kritiker.

Die Verantwortlichen der Negro-Rhygass wollten derweil auf Anfrage von Prime News keine weiteren Auskünfte erteilen. «Die Fasnachtsclique Negro-Rhygass steht für weitere Anfragen und Interviews nicht zur Verfügung», hiess es in der schriftlichen Antwort auf eine Mail. (ost)

Kommentare

max. 800 Zeichen

Regeln

Ihre Meinung zu einem Artikel ist uns hochwillkommen. Bitte beachten Sie dazu die nachfolgenden Regeln: Bitte beziehen Sie sich bei Ihrem Kommentar auf das Thema des Beitrags und halten Sie sich an den Grundsatz, dass in der Kürze die Würze liegt. Wir behalten uns vor, Kommentare zu kürzen. Geben Sie Ihren Namen an und benutzen Sie keine Namen anderer Personen oder Fantasienamen – ansonsten sieht die Redaktion von einer Publikation ab. Wir werden ferner Kommentare nicht veröffentlichen, wenn deren Inhalte ehrverletzend, rassistisch, unsachlich oder in Mundart oder in einer Fremdsprache verfasst sind. Über diesbezügliche Entscheide wird keine Korrespondenz geführt oder Auskunft erteilt. Weiter weisen wir Sie darauf hin, dass Ihre Beiträge von Suchmaschinen wie Google erfasst werden können. Die Redaktion hat keine Möglichkeit, um Ihre Kommentare aus dem Suchmaschinenindex zu entfernen.

     

 

 

 

     

 

 

 

     

 

 

 

     

 

 

 

Angebote

 

 

 

 

 

 

Zur Übersicht
Aktuelle Artikel
     

 

 

 
     

 

 

 
  Schlagzeilen
 
 
 
 
 
 
 

Angebote

 

 

 

 

 

 

Zur Übersicht

Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den täglichen Prime News Newsletter.