08.07.2019 News aus der Region

Klimaaktivisten besetzen UBS-Geschäfts­stelle in Basel

Etwa 40 Personen blockierten am frühen Morgen den Haupteingang der Grossbank beim Aeschenplatz.

Bild: Oliver Sterchi

Update 20:46 Uhr: Wie die Polizei soeben mitteilte, hat sie heute Nachmittag 19 Aktivisten verhaftet. Man habe die Gruppe aufgefordert, das Gelände bis 14:15 Uhr zu verlassen, heisst es in der Mitteilung. Diejenigen, die dieser Aufforderung nicht nachkamen, wurden kontrolliert, einige davon zusätzlich vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Ihnen werden Hausfriedensbruch, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, Nötigung oder Hinderung einer Amtshandlung vorgeworfen.

Dem Einschreiten der Polizei ging offenbar ein Strafantrag durch Dritte voraus.

Update 16:26 Uhr: Die Polizei hat die Szene geräumt.

Die Reinigungsarbeiten auf dem Aeschenplatz haben bereits begonnen. Die Gruppe hatte die gesamte Fassade des Gebäudes mit teils anti-kapitalistischen Parolen vollgekritzelt. Dabei scheint es sich allerdings um Kohle zu handeln, die man relativ leicht wieder abputzen kann.

Die Reinigungsarbeiten sind im Gang. Bild: Oliver Sterchi
Die Wände der UBS sind mit Parolen vollgekritzelt. Bild: Oliver Sterchi

Eine Gruppe von Klimaaktivsten hat am frühen Montagmorgen den Haupteingang der UBS-Geschäftsstelle beim Aeschenplatz besetzt. Mit Transparenten und Sprechchören machen die mehrheitlich jungen Leute auf die angebliche Mitschuld der Banken am Klimawandel aufmerksam.

Die Prime News-Redaktion war vor Ort und hat das Geschehen filmisch festgehalten:

Hinter der Aktion steht offenbar das Kollektiv «Collective Climate Justice». In den sozialen Medien rufen die Organisatoren zur Unterstützung auf:

Auf Transparenten prangern die Aktivisten die angebliche Mitschuld der Schweizer Banken am Klimawandel und an den Kriegen rund um den Globus an. Auf einem Transparent ist etwa zu lesen: «Schweizer Banken finanzieren Krieg und Faschismus. Drehen wir ihnen den Geldhahn zu».

Zudem forderen die Besetzer den Ausstieg von UBS und CS aus dem Handel mit fossilen Energieträgern. 

Brachiale Slogans beim Aeschenplatz. Bild: Oliver Sterchi

Die Aktion findet zeitgleich auch in Zürich statt. Dort besetzten Aktivisten den Hauptsitz der Credit Suisse beim Paradeplatz.

Nachdem die Polizei den Zürcher Besetzern ein Ultimatum gestellt hatte, begann sie gegen 09:40 Uhr mit der Räumung:

Die Basler Polizei behalte die Situation im Auge, sagt Mediensprecher Toprak Yerguz. «Wir befinden uns zur Zeit im Dialog mit allen Beteiligten». Mehr könne er zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen, sagte er am Montagmorgen.

Nach der Mittagspause sieht die Lage anders aus: Inzwischen hat die Polizei eine Mahnung ausgesprochen, wie ihrem Twitter-Account zu entnehmen ist. Die Streikenden müssen das Areal bis 14.15 Uhr verlassen. Grund dafür ist eine Strafanzeige. Wer diese erstattet hat, ist unklar.

Auch die Aktivisten haben bereits Wind von ihrer baldigen Räumung bekommen und wollen sich zur Wehr setzten. «Solidarisiert euch mit den Akivist*innen und kommt zum Aeschenplatz!», schreiben sie auf Twitter und posten anschliessend ein Video, das kurz vor der Räumung gedreht wurde. (ost/kha)

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