23.09.2019 News aus der Region

«Elsi»-Hausbesetzer verschandeln Flora-Buvette

Einen halben Arbeitstag musste Betriebsleiter Andreas Anderhub aufwenden, um die Schmierereien wieder abzuschleifen.

Bild: Facbook Flora-Buvette

In der Nacht auf Samstag haben sich Vandalen an der Flora-Buvette am Kleinbasler-Rheinbord zu schaffen gemacht. Auf drei Seiten des Containers wurden unschöne Schmierereien hinterlassen. Die Worte «Elsi» mit einem Herzen, «Elsi lebt» mit einem Anarchie-Zeichen und «Kill Cops» prangerten gross auf der Holzschalung.

Bei den Tätern handelt es sich offenbar um Sympathisanten oder gar Mitglieder der Hausbesetzer der Elsässerstrasse 128-132. «Elsi» wird von der Gruppierung selbst als «liebevolle» Abkürzung für die Liegenschaften verwendet.

Bereits vier Mal seit Juni 2018 wurden die Häuser im St. Johann durch eine Gruppe Linksradikaler besetzt. Sie empören sich darüber, dass die Gebäude leer stehen, während es Obdachlosigkeit in Basel gibt.

Bild: Facebook Flora-Buvette
Bild: Facebook Flora-Buvette

Die Betreiber der Flora-Buvette veröffentlichten am Samstag Bilder des Geschmiers auf Facebook mit dem Kommentar «Ziemlich uncool!!!».

Als Prime News die Buvette für eine Stellungnahme anfrägt, ist Betriebsleiter Andreas Anderhub gerade dabei, die Sprayereien zu entfernen.

Einen halben Tag – von 11 Uhr Vormittags bis kurz vor 17 Uhr – hat es ihn gekostet, die Schmierereien selber wieder abzuschleifen. «Solche Dinge sind vor allem nervig. Ich hätte die Zeit sicher besser verwenden können». Er bleibt aber auch gelassen und meint, solche Ärgernisse gehören dazu und liessen sich leider nicht immer vermeiden.

Offenbar haben es die Vandalen nicht nur bei der Flora-Buvette belassen. «Meine Haustüre wurde gestern von denselben verschandelt», schrieb jemand in der Kommentarspalte zu den Bildern. «Uns geht es gleich», jemand zweites.

Die Gruppierung, die gerne die Moralkeule auf hohem Rosse schwingt, tut sich damit kaum einen Gefallen. Obschon ihr Grundanliegen – der Kampf gegen die Wohnungsknappheit und überteuerte Neubauten – in Basel sicherlich auf viele Sympathien stösst. Andernfalls wären im Sommer 2018 die vier Wohninitiativen vom Stimmvolk nicht angenommen worden.

Mit solchen Aktionen, bei denen willkürlich Dritte zu Schaden kommen, dürften die Hausbesetzer aber auch Wohlgesinnte vergraulen. (as)

Seit Juni 2018 wurden die Gebäude der Elsässerstrasse 128-132 bereits vier Mal besetzt. Bild: Anja Sciarra

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