01.09.2020 News aus der Region

Bettler-Debatte: LDP bemängelt «Ratlosigkeit» der Behörden

In der Bevölkerung wachse der Unmut, so die Liberalen in einem Vorstoss. Auch ihr Kandidat «Däge» sei angegangen worden.

LDP-Kandidat Urs «Däge» Degen erhielt am Montag in seinem Kleinhüninger Atelier Besuch von drei Menschen — angeblich Bettler —, die in seiner Werkstatt übernachten wollten. Bild: Romina Gilgen

LDP-Grossrat Alex Ebi gelangt mit einer Interpellation an die Regierung. Darin will der Parlamentarier von der Exekultive wissen, ob und was diese gegen die Bettler in der Innenstadt zu unternehmen gedenke. Dies teilt die LDP am Dienstagnachmittag mit.

Ebi verweist auf die wachsende Verärgerung in der Bevölkerung über die Bettler aus Osteuropa, die den öffentlichen Raum in Beschlag nehmen und etwa bei der Theodorskirche übernachten.

«Diese Leute benehmen sich oft sehr laut und teilweise auch aggressiv», so Ebi in seinem Vorstoss. Junge Frauen würden sich deshalb fürchten, über den Theodorskirchplatz zur Wettsteinbrücke zu gehen. 

«Beschwerden der Anwohnerschaft bei der Polizei und der Stadtgärtnerei haben nicht dazu geführt, dass dieser Zustand behoben worden ist», konstatiert der LDP-Grossrat. 

Die Aggression in der Bevölkerung wachse auch deshalb, weil bei den Behörden «Rat- und Hilflosigkeit» feststellbar sei. «Bei allem Verständnis für die Situation dieser armen Menschen» gäbe es andere Möglichkeiten, ihre Not zu lindern, als sie gewähren zu lassen, so Ebi. Es sei schliesslich kein Menschenrecht, über längere Zeit in Basels Parkanlagen zu wohnen.

Rand­ständige wollten in Künstler­atelier übernachten

Die LDP verweist in ihrer Mail an die Medien auf einen Zwischenfall, der offenbar ihrem Grossratskandidaten Urs «Däge» Degen widerfahren ist. Der 67-jährige Künstler und Laternenmaler betreibt in Kleinhüningen ein Atelier.

Am Montagabend seien dort drei «südeuropäisch» aussehende Randständige aufgetaucht und hätten den Inhaber aufgefordert, sie in der Werkstatt übernachten zu lassen. 

Prime News erreicht «Däge» am Telefon. Er erzählt, was angeblich vorgefallen ist: «Ich war in meinem Atelier, als plötzlich eine junge Frau reinkam. Sie sprach ein gebrochenes Deutsch und hat sich die ausgestellten Kunstwerke angeschaut.»

Kurz darauf seien zwei Kollegen der Frau reingekommen — zwei Männer zwischen 40 und 50 — und hätten ihm klargemacht, dass sie das Atelier als Übernachtungs-Gelegenheit nutzen wollten.

«Die Männer waren sehr aufdringlich. Ich musste sie daraufhin mit erhobener Stimme davonscheuchen», erzählt «Däge». Dabei sei ihm schon etwas mulmig zumute gewesen.

Ob es sich tatsächlich um rumänische Bettler gehandelt habe, kann «Däge» nicht mit Sicherheit sagen. «Es waren aber auf jeden Fall Randständige mit südosteuropäischem Aussehen, wie man sie in den letzten Wochen vermehrt in der Innenstadt sieht.» (ost)

Die kostenlose Prime News-App – jetzt herunterladen.
App-Store Apple
Google Play

Kommentare

max. 800 Zeichen

Regeln

Ihre Meinung zu einem Artikel ist uns hochwillkommen. Bitte beachten Sie dazu die nachfolgenden Regeln: Bitte beziehen Sie sich bei Ihrem Kommentar auf das Thema des Beitrags und halten Sie sich an den Grundsatz, dass in der Kürze die Würze liegt. Wir behalten uns vor, Kommentare zu kürzen. Geben Sie Ihren Namen an und benutzen Sie keine Namen anderer Personen oder Fantasienamen – ansonsten sieht die Redaktion von einer Publikation ab. Wir werden ferner Kommentare nicht veröffentlichen, wenn deren Inhalte ehrverletzend, rassistisch, unsachlich oder in Mundart oder in einer Fremdsprache verfasst sind. Über diesbezügliche Entscheide wird keine Korrespondenz geführt oder Auskunft erteilt. Weiter weisen wir Sie darauf hin, dass Ihre Beiträge von Suchmaschinen wie Google erfasst werden können. Die Redaktion hat keine Möglichkeit, um Ihre Kommentare aus dem Suchmaschinenindex zu entfernen.

     

 

 

 

     

 

 

 

     

 

 

 

     

 

 

 

Angebote

 

 

 

 

 

 

Zur Übersicht
Schlagzeilen
 
 
Aktuelle Artikel
     

 

 

 
     

 

 

 
Schlagzeilen
 
 

Angebote

 

 

 

 

 

 

Zur Übersicht

Newsletter

Abonniere jetzt den täglichen Prime News Newsletter.