10.10.2020 News aus der Region

Plakate zerstört, Velo verschmiert: SVP-Kandidatin reicht Straf­anzeige ein

Laetitia Block will sich gezielte Angriffe nicht mehr länger gefallen lassen. Die Situation sei extrem frustrierend.

Mehrfaches Opfer von Vandalen: SVP-Kandidation Laetitia Block hat Strafanzeige gegen Unbekannt ein­gereicht. Bild: Twitter / Laetitia Block

Die Basler Juristin und SVP-Grossratskandidatin Laetitia Block hat endgültig genug: Nachdem ihr Plakat in der Brombacherstrasse und an ihrem Fenster vor ihrer Wohnung im Kleinbasel zum dritten Mal in Folge verschandelt wurden, hat sie am Samstagmorgen Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht.

Sollte die Täterschaft gefasst werden – die Chancen sind erfahrungsgemäss gering – müsste sie sich wegen des Vorwurfs der Sachbeschädigung wie auch der Nötigung verantworten.

Auf Twitter machte Block ihr Vorgehen am Samstag öffentlich.


«Es geht mir darum, ein Zeichen zu setzen, dass ein solches Verhalten nicht toleriert werden darf», sagt Block gegenüber Prime News. Und sie kündigt an: «Sollte ich die Wahl in den Grossen Rat schaffen, werde ich mich für härtere Strafen einsetzen. Plakatzerstörung ist anti-demokratisch und kein Kavaliersdelikt», hält die Juristin fest.

Indes wurde laut Block auch ihr Velo mit einem Döner total verschmiert. Dieser Vorfall in Kombination mit den gezielten Beschädigungen ihrer Plakate lässt sie zum Schluss kommen, ins Visier eines Stalkers geraten zu sein. Aus diesem Grund reichte sie nicht nur Strafanzeige wegen Sachbeschädigung, sondern auch wegen Nötigung ein.

Einen konkreten Verdacht habe sie nicht, jedoch eine Vermutung. «Meine Plakate wurden jeweils mit Nazifrei-Aufklebern überdeckt. Und eine Hausecke weiter wurde der Tag Antifa an die Hauswand geschmiert. Da kann man sich natürlich zusammenreimen, wer hinter den Attacken stehen könnte», so Block.

Anonyme Drohbriefe oder anderweitige Belästigungen habe es – «abgesehen von Beschimpfungen auf Social Media» – im Wahlkampf nicht gegeben. Block sagt, sie fühle sich nicht bedroht, aber «beobachtet». Das sei unangenehm.

Sie lasse sich aber gewisss nicht unterkriegen und sei genug selbstbewusst, betont die SVP-Kandidatin. Allerdings seien es genau solche Vorfälle, die viele andere junge Frauen davon abhielten, sich politisch zu engagieren.

«Wir hatten bei der Zusammenstellung der Grossrats-Listen zahlreiche Frauen angefragt und häufig Absagen erhalten – mit der Begründung, man wolle sich nicht verunglimpfen lassen. Die Situation ist enorm frustrierend», so Block.

Derweil ärgern sich auch Exponenten der FDP über die Verschandelung von Wahlplakaten. «Nicht mein Verständnis von Demokratie», schreibt FDP-Grossratskandidatin Eva Jenischauf Twitter. (ck) 

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