10.06.2021 News aus der Region

«Bettlerseuche»: LDP-Grossrat provoziert Shitstorm

André Auderset äusserte sich in den sozialen Medien abwertend über bettelnde Roma. Seine Partei distanziert sich von ihm.

Der Liberale André Auderset politisiert seit 2010 im Grossen Rat. Bild: zvg

Am späten Mittwochabend griff der Basler LDP-Grossrat André Auderset in die Tasten und postete auf Facebook einen Beitrag zur aktuellen Diskussion um das Bettelverbot. 

Was er schrieb, sollte ihm allerdings bald darauf um die Ohren fliegen. Auderset sprach von einer «Bettlerseuche», die sich in den letzten Tagen «massiv» verringert habe. Die bettelnden Roma bezeichnete der Liberale als «Subjekte», die «sehr zügig» auf steigenden Druck reagieren würden. 

Diesen Post setzte Auderset am späten Mittwochabend ab. Bild: Screenshot Facebook

Audersets Wortwahl provozierte umgehend einen kleinen Shitstorm in den sozialen Medien. Vor allem SP-Politiker empörten sich über den «neuen Stil» bei der LDP. Die Co-Präsidentin der SP Basel-Stadt, Lisa Mathys, fragte etwa auf Twitter, ob eine «Fusion mit der SVP» bereits geplant sei. 

Doch nicht nur die Linke teilte gegen Auderset aus. Sogar seine eigene Partei, die Liberalen, sah sich gezwungen, sich in einer öffentlichen Stellungnahme von den Äusserungen des Grossrats zu distanzieren. Diese würden «nicht unserem Stil» entsprechen, schrieb die LDP.

Auderset verteidigt sich

Auderset derweil kann die Aufregung um seinen Post nicht nachvollziehen, wie er auf Anfrage von Prime News sagt. «Dass sich die Empörungsbewirtschafter wie Lisa Mathys melden, gehört zum Vorgeplänkel der Bettler-Abstimmung im Grossen Rat», so der LDP-Grossrat.

Wenn die Argumente fehlen würden, beklage man halt den «schlechten Stil». Zum Rüffel seiner eigenen Partei meint Auderset: «In der LDP haben verschiedene Meinungen Platz. Ich habe gerade aus Parteikreisen auch sehr viele zustimmende Reaktionen auf meinen Post erfahren.» (ost)

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