15.09.2021 News aus der Region

Umstrittener Sprecher der Basler Katholiken tritt zurück

Meinrad Stöcklin hatte zuletzt mit Äusserungen zu Corona für Kontroversen gesorgt. Der Abgang erfolge auf eigenen Wunsch.

Nimmt den Hut: Meinrad Stöcklin, bis vor kurzem Sprecher der Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt.

Der Sprecher der Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt (RKK), Meinrad Stöcklin, tritt von seinem Posten zurück. Dies teilt Kirchenratspräsident Christian Griss in einem Schreiben vom Mittwoch mit. 

Zum Empfängerkreis gehören RKK-Mitarbeitende, der Kirchenrat, die Synodale, die Pfarrreiratspräsidien sowie das Bistum Basel. Der Brief liegt Prime News vor. 

«Ich informiere Sie darüber, dass Meinrad Stöcklin sein Anstellungsverhältnis bei der RKK BS auf eigenen Wunsch beendigt hat», schreibt Griss. Der Kirchenrat danke Stöcklin «für die geleisteten Dienste und wünscht ihm alles Gute», heisst es in dem Schreiben weiter.

Griss informiert auch gleich über die Nachfolge Stöcklins. Die externe Kommunikation übernimmt demnach «per sofort» Matthias Schmitz. Für die interne Kommunikation im pastoralen Bereich ist Sarah Botti zuständig.

Nazi-Vergleiche auf Facebook

Stöcklin war in den letzten Monaten mit umstrittenen Äusserungen zu Corona aufgefallen. So unterstellte er den Massnahmen-Befürwortern, dass diese in den 1930er-Jahren Adolf Hitler gewählt hätten, weil sie sich angeblich manipulieren lassen. 

Am Sonntag erst griff er in einem Beitrag auf Facebook den Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (Die Mitte) an (Prime News berichtete). Bei den Kirchenmitgliedern sorgten die Aktivitäten Stöcklins in den sozialen Medien zum Teil für erheblichen Unmut.

So berichtete das katholische Medienportal «kath.ch» am Dienstag, dass ein prominenter Basler Katholik – es handelt sich um den ehemaligen SP-Präsidenten Roland Stark – damit gedroht habe, seine Kirchensteuern nicht mehr zu bezahlen, solange Stöcklin noch im Amt sei. Auch der Präsident von Die Mitte Basel-Stadt, Balz Herter, äusserte scharfe Kritik an Stöcklin. 

Stöcklin liess eine Anfrage von Prime News für eine Stellungnahme von Anfang Woche bislang unbeantwortet. (red)

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