26.11.2021 News aus der Region

Linksextreme werfen Wasser­ballone auf Uni-Fest­gemeinde

Der traditionelle «Dies academicus» wurde von einer Aktion linker Demon­stranten überschattet. Die Polizei war vor Ort.

Uni-Rektorin Andrea Schenker-Wicki am Freitagmorgen bei ihrer Ansprache im Münster. Zuvor kam es zu einer Stör-Aktion von linken Aktivisten. Bild: Uni Basel / Christian Flierl

Linksextreme Aktivisten aus dem Umfeld der Antifa haben am Freitagmorgen ihre Drohung wahrgemacht und den Festakt der Universität Basel, den «Dies academicus», mit einer Aktion gestört. So hat eine Gruppe von Demonstranten vor dem Münster offenbar Wasserballone auf den Festzug geworfen.

«Die Aktion dauerte keine fünf Sekunden, danach verschwanden sie wieder», sagt Uni-Sprecher Matthias Geering gegenüber Prime News. Die Polizei bestätigt den Vorfall auf Anfrage. Die Beamten waren bereits am Morgen mit einem kleinen Aufgebot vor Ort. Auch auf den sozialen Medien gab die Angelegenheit zu reden.

Im Vorfeld des diesjährigen «Dies» hatten linke Kreise dazu aufgerufen, den Anlass zu sabotieren. Im Zentrum des Aufrufs stand die Kritik an reinen Männerverbindungen wie der «Zofingia». Für die Linke sind diese Studentenverbindungen Ausdruck eines «patriarchalen» und «sexistischen» Systems.

Die «Zofingia» versammelt sich vor dem Festakt in der Kirche traditionellerweise im Innenhof des Gymnasiums Münsterplatz. Dorthin begaben sich am Freitagmorgen auch die linken Demonstranten. Die Polizei habe die beiden Gruppen voneinander getrennt, sagt der Sprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements (JSD), Adrian Plachesi, gegenüber Prime News.

«Wir konnten ein Aufeinandertreffen der beiden Gruppen verhindern», so der JSD-Sprecher. Im Umfeld der Demonstranten habe es eine Personenkontrolle gegeben. Dabei sei eine Person wegen «Diensterschwerung» verzeigt worden.

Uni-Sprecher Geering nimmt die Stör-Aktion derweil gelassen. «Wir liessen uns davon nicht die Festlaune verderben.»

Sieben Frauen mit Ehren­promotion ausgezeichnet

Der «Dies academicus» fand dieses Jahr Pandemie-bedingt in reduzierter Form statt. So fiel das traditionelle Festbankett im Foyer des Theaters mit jeweils mehreren hundert Gästen aus.

Die Freue bei den Teilnehmenden war dennoch gross. Letztes Jahr fiel der höchste Feiertag der Universität wegen Corona nämlich gleich ganz ins Wasser. So freute sich der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer über den «bedeutsamen Tag».

Grund zur Freude hatten auch die sieben Persönlichkeiten, die von den Fakultäten der Uni für ihre Verdienste mit Ehrenpromotionen ausgezeichnet wurden. Zum ersten Mal in der Geschichte der Alma Mater Basiliensis handelte sich dabei ausschliesslich um Frauen.

So verlieh zum Beispiel die Philosophisch-Historische Fakultät den «Doktor honoris causa» an die französische Historikerin Michelle Perrot. Die Medizinische Fakultät zeichnete Gabriela Karger vom Karger Verlag in Basel aus (zur Liste mit sämtlichen Geehrten geht es hier).

Uni-Rektorin Andrea Schenker-Wicki betonte in ihrer Rede den Stellenwert des Vertrauens in Wissenschaft und Politik – gerade in Zeiten der Pandemie. 

«Für ein rohstoffarmes Land wie die Schweiz ist das Vertrauen in die Wissenschaft und deren Institutionen eine Schlüsselgrösse, um den Wohlstand zu erhalten», so die Rektorin. Die Universität setze sich dafür ein, mit Transparenz und guter Governance dieser Entwicklung entgegenzutreten und eine Vertrauenskultur zu schaffen. (ost)

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