12.02.2026 News aus der Region

Weniger Menschen in Basel ver­zich­ten auf So­zial­leis­tungen

Der Nicht­be­zug von So­zial­leistungen in Basel-Stadt in den vergangenen Jahren insgesamt zurück­gegangen und liegt tiefer als in anderen Kantonen.

Bild: Bilddatenbank BS

Das zeigt eine neue Studie der Berner Fachhochschule im Auftrag des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU). Untersucht wurde, wie viele Personen trotz rechnerischem Anspruch auf finanzielle Unterstützung verzichten.

Die Analyse basiert auf Steuerdaten aus dem Jahr 2022, die mit Bevölkerungs- und Administrativdaten verknüpft wurden. Verglichen wurden die Ergebnisse mit früheren Erhebungen aus den Jahren 2015/2016. Demnach nahm die absolute Zahl der Nichtbeziehenden bei allen untersuchten Leistungen ab – mit Ausnahme der Prämienverbilligung.

Tiefere Nichtbezugs­quote als in anderen Kantonen

Im Jahr 2022 lag die Nichtbezugsquote bei den Familienmietzinsbeiträgen bei 18 Prozent, bei der Prämienverbilligung bei 23 Prozent. Ergänzungsleistungen zur AHV wurden von 32 Prozent der Anspruchsberechtigten nicht bezogen, bei der wirtschaftlichen Sozialhilfe lag der Anteil bei 26 Prozent. Im Vergleich mit anderen Kantonen fällt der Nichtbezug der Sozialhilfe in Basel-Stadt damit deutlich tiefer aus.

Als wichtigsten Einflussfaktor für den Verzicht identifiziert die Studie die Höhe der sogenannten Bedarfslücke: Je geringer der finanzielle Fehlbetrag, desto häufiger wird auf Leistungen verzichtet. Besonders oft betroffen sind Personen aus EU- und EFTA-Staaten sowie (teil-)selbständig Erwerbstätige. Bei Letzteren könnten die tatsächlichen finanziellen Verhältnisse aufgrund der verfügbaren Daten unterschätzt sein.

Nichtbezug soll mit Informations­kampagnen reduziert werden

Der Kanton hat in den vergangenen Jahren verschiedene Massnahmen umgesetzt, um den Nichtbezug zu reduzieren. Dazu zählen gezielte Informationsschreiben an potenziell Anspruchsberechtigte, digitale Anmeldemöglichkeiten für Prämienverbilligungen, Ergänzungsleistungen und Sozialhilfe sowie mehrsprachige Informationsangebote und ein Online-Sozialleistungsrechner.

Die aktuellen Studien erweitern frühere Untersuchungen und ermöglichen erstmals eine Zeitreihe bis ins Jahr 2022. Ziel des Kantons bleibe es, dass anspruchsberechtigte Personen eine «informierte Entscheidung treffen können» und Leistungen «nicht aus Unwissen oder administrativen Gründen ungenutzt bleiben». (mei)

Die kostenlose Prime News-App – jetzt herunterladen.

Noch keine Kommentare

max. 800 Zeichen

Regeln

Ihre Meinung zu einem Artikel ist uns hochwillkommen. Bitte beachten Sie dazu die nachfolgenden Regeln: Bitte beziehen Sie sich bei Ihrem Kommentar auf das Thema des Beitrags und halten Sie sich an den Grundsatz, dass in der Kürze die Würze liegt. Wir behalten uns vor, Kommentare zu kürzen. Geben Sie Ihren Namen an und benutzen Sie keine Namen anderer Personen oder Fantasienamen – ansonsten sieht die Redaktion von einer Publikation ab. Wir werden ferner Kommentare nicht veröffentlichen, wenn deren Inhalte ehrverletzend, rassistisch, unsachlich oder in Mundart oder in einer Fremdsprache verfasst sind. Über diesbezügliche Entscheide wird keine Korrespondenz geführt oder Auskunft erteilt. Weiter weisen wir Sie darauf hin, dass Ihre Beiträge von Suchmaschinen wie Google erfasst werden können. Die Redaktion hat keine Möglichkeit, Ihre Kommentare aus dem Suchmaschinenindex zu entfernen.

     

 

 

 

     

 

 

 

     

 

 

 

     

 

 

 

Schlagzeilen
 
 

Newsletter

Mit dem kostenlosen Newsletter liefert die Prime News-Redaktion täglich um 6 Uhr morgen eine kompakte Übersicht zu den neusten Beiträgen und zeigt ausserdem auf, was an dem Tag wichtig ist.

#baselnews abonnieren

* indicates required

Angebote

Basel erleben mit dem StadtBonBasel

Willkommen zum grössten Einkaufsvergnügen der Region. Der StadtBonBasel wird in allen guten Geschäften, Kultur- und Gastrobetrieben der Erlebnisstadt Basel gerne als Zahlungsmittel angenommen.

Basel erleben mit dem StadtBonBasel

CHF 20.–
Disclaimer:
Für den Kauf werden Sie auf die Seite unseres Promotionspartners geleitet.
Zur Übersicht
Aktuelle Artikel
     

 

 

 
     

 

 

 
News
 
 

Angebote

Globi und die Energie

Von Erdöl, Klimawandel und Solarzellen. Ein Sachbuch für Kinder.

Globi und die Energie

CHF 25.90
statt CHF 29.90
Disclaimer:
Für den Kauf werden Sie auf die Seite unseres Promotionspartners geleitet.
Zur Übersicht