Zu Besuch bei der Suppenkönigin von Basel
Miryam Probst vom PANE-CON-CARNE kocht täglich eine neue Kreation. Frische Produkte sind dabei die oberste Maxime.
Wenn Herr und Frau Basler noch im Bett liegen, ist sie längst auf den Beinen. Und macht, wofür sie die Gäste des PANE-CON-CARNE lieben: Suppe kochen.
Den Kreationen von Miryam Probst sind keine Grenzen gesetzt. In ihrem Kochtopf zaubert sie täglich ein neues, wunderbar wärmendes Gericht, das jeweils ab 10:30 Uhr im Angebot steht. Mal ist es eine Minestrone, mal eine Currysuppe mit viel Gemüse oder dann wieder ein deftiges Chili con Carne.
Kein Zweifel: Die Mitinhaberin des Restaurants in der Sternengasse ist die Suppenkönigin von Basel. Dabei – und das ist das Verrückte an dieser Geschichte – hat Miryam Probst mit der flüssigen Speise nichts am Hut.
«In jungen Jahren war ich nach einer schweren Operation zehn Tage ans Spitalbett gefesselt. Täglich gab's eine Suppe, die immer gleich schmeckte. Seither ist es mir verleidet», erzählt sie und lacht laut heraus.
Die prägende Erfahrung verband die Wirtin jedoch mit einem Vorsatz: Sie wollte es besser machen und beweisen, dass es auch anders geht. Als vor einigen Jahren die Gäste nachfragten, ob auch Suppe zur Auswahl stehe, begann Probst loszulegen.
Frische, saisonale Produkte als Maxime
Kochbücher und Kochhefte lieferten die Grundlage, um in die Suppenwelt einzusteigen. Doch wer glaubt, die gebürtige Reinacherin und Metzgerstochter halte sich an irgendwelche Rezepte, der irrt: Wenn sie sich ans Werk macht, dann ist viel Intuition und Freestyle mit im Spiel.
Als Maxime gilt bei Probst, nur frische und saisonale Produkte zu verwenden. So auch an dem Tag, als wir sie frühmorgens an ihrer Wirkungsstätte besuchen: Da hat sie sich vorgenommen, eine feine Spargelcremesuppe zuzubereiten. Zwiebeln, Bouillon, geschälte grüne Spargeln sowie Rahm und Weisswein liegen schön sortiert bereit, um verarbeitet zu werden.
«Wenn mir die Suppe schmeckt, dann gehe ich davon aus, dass auch die Leute eine Freude daran haben werden», erklärt Probst ihre simple Erfolgsstrategie. Natürlich spielt die breite Erfahrung eine grosse Rolle, die sie inzwischen gewonnen hat.
So weiss sie, was beim Publikum ankommt – und was weniger auf Gegenliebe stösst. «An exotische Fischsuppen wage ich mich nicht heran. Lauch- oder Blumenkohlsuppe funktioniert überhaupt nicht, und da wir im PANE-CON-CARNE viele vegetarische Gäste haben, gibt's nur einmal pro Woche eine Suppe mit Fleisch, zum Beispiel ein Gulasch oder ein Chili», hält sie fest.
Beliebte Klassiker seien derweil Minestrone, Tomaten-, Kartoffel- oder Currysuppe. Statt viele Gewürze aus aller Herren Länder zu verwenden, bleibt Probst lieber bei den regionalen Kräutern. Nach dem Motto: Weniger ist mehr.
Wie bereits erwähnt: Was auf dem Plan steht, entscheidet die Gastronomin relativ spontan. Sie lässt sich leiten von Ideen und Eindrücken. Beispielsweise habe sie sich unlängst in einem Hotel von einer Erbsensuppe inspirieren lassen – Tage später servierte sie im PANE-CON-CARNE eine eigene Variante.
Bedeutet es nicht einen riesigen Stress, jeden Tag ein andere Suppe auftischen zu müssen? Probst lacht schon wieder. «Kochen ist meine grosse Leidenschaft. Dabei kann ich mich total entspannen. Was gibt es Schöneres?»
Die Verpflegungsoase im Basler Geschäftsviertel
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag, jeweils von 6 - 15 Uhr
Samstag von 6 - 14 Uhr
Sonntag geschlossen
Adresse
Sternengasse 18
4051 Basel
Tel.: 061 281 50 11
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