27.08.2022 Prime Content 4 minMinuten Lesedauer

Wie ein Gold­schmied den Schwingern die Ehre erweist

Jonathan Mislin, neuer Atelier­leiter bei Seiler Juwelier, hat ein spektakuläres Edelweiss-Schmuck­stück geschaffen.

von Prime Content
Diesen Zwei-Finger-Ring, der ein Edelweiss in seiner ganzen Pracht zeigt, hat Jonathan Mislin angesichts des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests in Pratteln kreiert.

Das Edelweiss als Symbol für die freiheitlichen Werte der Schweiz, als Ausdruck von Gastfreundschaft und Weltoffenheit, als Repräsentant saftiger Bergwiesen, Kuhglocken-Geläut und Alpenluft: Die krautige Gebirgspflanze verkörpert für Jonathan Mislin so vieles, was er mit der Eidgenossenschaft verbindet. 

In der Kindheit und Jugend des 45-jährigen Elsässers gehörte es zur Familientradition, jeweils am Nationalfeiertag in der Westschweiz oder dem Wallis Ausflüge in der Natur zu unternehmen – damit verbunden sind unvergessliche Erinnerungen.

«Ich habe mir schon seit langer Zeit Gedanken gemacht, wie ich diesem schönen Land mit seinen Bergen, Tälern und Seen die Ehre erweisen könnte», sagt Mislin, als wir ihn bei Seiler Juwelier zum Gespräch treffen. Dabei äussert er auch seine Bewunderung für das föderalistische, direkt-demokratischen System, das die Schweiz auszeichne.

«Als ich erfuhr, dass 2022 das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Pratteln stattfindet, kam mir die Idee mit der Edelweiss-Kreation. Und so begann ich, mit Aquarell einen ersten Entwurf zu zeichnen».

In Mulhouse aufgewachsen, in der ganzen Welt herum­gekommen: Jonathan Mislin ist der neue Atelier­leiter bei Seiler Juwelier.

Präzise Fein­arbeit

Der in Mulhouse aufgewachsene Goldschmied ist der neue Leiter des Ateliers von Seiler Juwelier. Er tritt die Nachfolge des bestehenden Atelierchefs an, der nach über 20 Jahren bei Seiler Juwelier in den wohlverdienten Ruhestand trat.

Zu seinem Einstand beim Basler Traditions-Unternehmen hat Mislin ein spektakuläres Schmuckstück angefertigt, das er selbst bescheiden als «Herzensprojekt» bezeichnet. 

Es handelt sich um einen geschmeidigen Zwei-Finger-Ring, der ein Edelweiss in seiner ganzen Pracht mit Blüten und Hochblättern darstellt – ein detailverliebtes Abbild der berühmten helvetischen Blume, beschaffen aus Gelb- und Weissgold, gefertigt in aufwändiger Handarbeit anlässlich des sportlichen Grossereignisses im Baselbiet.

Die Fertigung des Edelweiss-Rings war auf­wändig und erforderte vollste Konzentration.

«Die Blüten bestehen aus Gelbgold-Kugeln, die ich mit gelben und weissen Diamanten ausgefasst habe», beschreibt Mislin. Auf dem Ringkörper trug er spezielle Goldlegierungen auf, die den Edelweiss-Kranz mal in grünem, mal in champagner-gelbgoldigem Farbton erscheinen lassen.

Inhaber Alexander Seiler, der das Juweliergeschäft in vierter Generation führt, zeigt sich beeindruckt: «Für mich steht dieses Werk für eine faszinierende Idee, die handwerklich sehr gekonnt umgesetzt wurde.» Was den Ring auszeichne, seien die verschiedenen angewendeten Techniken, seine Kreativität und die moderne Interpretation des Sujets.

Beruflicher Werde­gang führte nach Paris und Basel

Bis seine Edelweiss-Kreation die Gestalt annahm, die sich Jonathan Mislin wünschte, waren präziseste Feinarbeit und allerhöchste Konzentration erforderlich. Er schnitt, schliff, lötete, polierte, rhodinierte – und griff dabei auf sein umfangreiches Knowhow und seine langjährige Erfahrung im Beruf zurück.

Seine Leidenschaft für das Handwerk entdeckte er in jungen Jahren, als ihn ein Mitglied im lokalen Boxclub in Mulhouse einmal in seine Goldschmied-Werkstatt mitnahm. «Ich habe schon immer gerne mit den Händen gearbeitet. Der Umgang mit Edelmetallen gefiel mir am besten».

Jonathan Mislins Ausbildung und Karriere führten ihn nach der Lehre in weit entfernte Orte, wo er Inspiration und Eindrücke gewann: Er arbeitete unter anderem in Kanada, in der Karibik und gastierte auch bei den besten Häusern in Paris – «also im Ausland, wie wir im Elsass unsere Hauptstadt zu bezeichnen pflegen», hält er lachend fest.

«Technisch sehr gekonnnt»: Inhaber Alexander Seiler mit Jonathan Mislin (r.) und Goldschmied Thomas Borer.

2007 machte sich Mislin dann selbstständig, zunächst in Frankreich, um 2013 seine beruflichen Zelte in Basel aufzuschlagen. Als Ein-Mann-Betrieb realisierte er über Jahre Aufträge für seine Kunden.

«Die Selbstständigkeit war eine gute Erfahrung. Ich freue mich nun aber sehr, künftig wieder zusammen im Team arbeiten und gemeinsam Projekte umsetzen zu können. Ich erlebe Seiler Juwelier als ein innovatives und fortschrittliches Familienunternehmen, in welchem ich mich vollumfänglich einbringen kann.»

Alexander Seiler ist froh, einen solch kompetenten Goldschmied für die Führung seines Ateliers gefunden zu haben und erhofft sich nicht nur Kontinuität, sondern auch frische Impulse und Ideen. «Es ist gut und ratsam, gelegentlich einen Wegstopp zu machen und den Blick zu öffnen. Mit Jonathan Mislin werden wir unsere Kompetenz weiterführen, unser Angebot an Eigenkreationen noch weiter ausbauen und gleichzeitig mit neuen Ideen ergänzen können».

Ausgestellt in der Vitrine

Doch zurück zum Edelweiss-Ring. Es handle sich um ein Liebhaber-Stück, sagt Alexander Seiler, welches auf Anfrage erworben werden könne und auf Wunsch selbstverständlich auch mit Ohrringen oder Anhänger ergänz werden kann.

Bis zum Ende des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests müssen sich interessierte Käuferinnen oder Käufer aber gedulden: Während dieser Zeit ist das einzigartige Exponat in einer eigens eingerichteten Vitrine von Seiler Juwelier in der Gerbergasse ausgestellt. 

Ganz zur Freude von seinem Erschaffer Jonathan Mislin: «Diese prominente Aufmerksamkeit ist natürlich eine grosse Ehre für mich».

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