Bereit für die Feuertaufe mit Bundesrätin Karin Keller-Sutter
Am Donnerstag findet das Pfeffinger Forum erstmals unter neuer Leitung statt. Prime News zeigt die Veranstaltung im Livestream.
Wenn am kommenden Donnerstagabend Bundesrätin Karin Keller-Sutter (FDP) ans Pfeffinger Forum reist, findet eine langjährige Tradition ihre Fortsetzung: Es gehört zur DNA der überparteilichen Veranstaltung, dass ein Mitglied der Landesregierung daran teilnimmt.
Und doch ist in diesem Jahr einiges anders – insbesondere, was die Organisation anbelangt: Gründungsvater und FDP-Urgestein Paul Schär hat die Leitung in neue, nicht minder engagierte Hände übergeben.
Mit dem Eventunternehmer Roland Schmid (42) und Geschäftsführer Claudio Grolimund (38) – beide aus Pfeffingen – sowie dem Aescher FDP-Gemeinderat Stephan Hohl (44) verantwortet erstmals eine jüngere Generation den bekannten Anlass.
Die Fussstapfen, die Schär hinterlässt, sind gross: Ruft das «Pfeffinger Forum» zur Debatte, versammeln sich jeweils prominente Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft in der bis auf den letzten Platz gefüllten Mehrzweckhalle der Baselbieter Gemeinde.
Livestream auf Prime News
Als Medienpartner des Pfeffinger Forums überträgt Prime News die gesamte Veranstaltung im Livestream. Start ist am Donnerstag, 24. August um 20 Uhr. Der Livestream wird dann prominent auf der Startseite zu finden sein.
Hochkarätiges Podium zu den öffentlichen Finanzen
Nicht anders verhält es sich bei der diesjährigen Ausgabe, die sich mit dem Thema «Öffentliche Finanzen im Griff?» auseinandersetzt. Finanzdirektorin Karin Keller-Sutter hält zunächst ein Referat, im Anschluss erwartet das Publikum ein hochkarätig besetztes Podium.
Gemeinsam mit den beiden kantonalen Finanzdirektoren Anton Lauber (Mitte, BL) und Ernst Stocker (SVP, ZH) diskutieren die drei Nationalrätinnen Petra Gössi (FDP, SZ), Franziska Ryser (Grüne, SG) und Ursula Schneider Schüttel (SP, FR).
«Da werde ich mich dann gemütlich in meinem Sitz zurücklehnen, während Stephan die Moderation dieses Podiums meistern muss», scherzt Roland Schmid, als wir ihn gemeinsam mit Stephan Hohl zum Gespräch treffen.
Schmid, Gründer der Eventagentur Zeisch, war von Paul Schär angefragt worden, ob er als sein Nachfolger das OK-Präsidium des Pfeffinger Forums übernehmen wolle. Der Familienvater und «tollkühne Rennfahrer», wie ihn die BZ unlängst beschrieb, erbat sich Bedenkzeit – und sagte schliesslich zu.
«Voraussetzung war für mich die Unterstützung meiner Kollegen Stephan Hohl und Claudio Grolimund. Zu dritt haben wir ein Kernteam gegründet, um die Lasten auf verschiedene Schultern zu verteilen. Ansonsten wäre der Aufwand nicht zu stemmen», sagt Schmid.
Den «Geist von Pfeffingen» verinnerlicht
Die drei noch jungen Männer, die sich im Ehrenamt engagieren, kennen sich von der Jugend und vom Wirtschaftsstudium an der Universität Basel. Ihnen gemeinsam ist lokale Verbundenheit und die Vertrautheit mit dem Pfeffinger Forum, mit dem sie aufgewachsen sind.
«Wir haben den Geist von Pfeffingen verinnerlicht. Das ist auch der Grund, warum wir am Grundkonzept nichts ändern wollen», erklärt Hohl. Er meint damit die «Bodenständigkeit» und «Volksnähe», welche die Schweiz auszeichne: Ranghohe Politiker und Bundesräte kommen in die Dörfer, diskutieren mit der Bevölkerung auf Augenhöhe.
«Wo gibt es das sonst?», fragt auch Schmid, der in diesen Begegnungen, diesem Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft den unschätzbaren Wert des Pfeffinger Forums erkennt. Man lebe bei dem Anlass «die direkteste Form der Demokratie». Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sei der überparteiliche Charakter wichtig: «Wir sind eine offene, unabhängige Plattform, die eine interessante Diskussion ermöglichen und dadurch einen Mehrwert schaffen will».
National- und Ständeräte aus den beiden Basel sucht man deswegen vergeblich auf dem Podium. Die neuen Macher wollten verhindern, dass die Diskussion um die Finanzen zu einem eintönigen Schlagabtausch vor den eidgenössischen Wahlen im Herbst verkommt.
Ticket-System eingeführt
Die Veränderungen, welche das Dreigespann vorgenommen hat, betreffen denn vor allem organisatorische Belange. Der Eintritt bleibt zwar wie bis anhin frei. Ein neu eingeführtes Ticketing-System soll aber sicherstellen, dass alle angemeldeten Personen auch tatsächlich einen Platz erhalten.
In früheren Jahren war es angesichts des Grossandrangs zuweilen eine Lotterie, in der Mehrzweckhalle noch irgendwo unterzukommen. «Wir ergreifen diese Massnahme auch aus feuerpolizeilichen Gründen. Die Auflage sieht eine maximale Belegungszahl von 500 Personen vor. Daran halten wir uns», sagt Schmid.
Selbstredend gingen die Tickets weg wie heisse Weggli, kaum war das Anmeldefenster auf der Webseite des Pfeffinger Forums aufgeschaltet. Es bestehe aber ein Restkontingent. Wer also auf «gut Glück» nach Pfeffingen kommt, erhält möglicherweise doch noch Einlass, sollten Gäste unabgemeldet fernbleiben.
Pfeffinger Forum neu auch im Livestream
Und dann gibt es eine weitere, gewichtige Premiere: Das Pfeffinger Forum gibt’s nämlich zum allerersten Mal auch im Livestream. Die gesamte Veranstaltung kann im Internet mitverfolgt werden. Als Medienpartner überträgt Prime News das Pfeffinger Forum live auf seiner Webseite.
«Es ist schade, wenn die Leute wegen der beschränkten Platzzahl aussen vor bleiben und nichts vom Pfeffinger Forum mitbekommen. Mit dem Livestream wollen wir die Möglichkeit schaffen, auch auf anderem Weg an unserer Veranstaltung zu partizipieren», erklärt Schmid die Überlegungen. Die gesamte Aufzeichnung wird im Internet abrufbar sein, kann also auch zu einem späteren Zeitpunkt angeschaut werden.
Um die mit dem Livestream verbundenen Kosten zu tragen, musste das Budget erhöht werden. Es bewege sich nun mittleren fünfstelligen Bereich. Dank zusätzlicher Sponsoren habe man die Finanzierung hinbekommen, sagen Schmid und Hohl. «Wir spüren viel Unterstützung. So macht es natürlich Spass und gibt uns zusätzliche Motivation.»
Die abschliessende Frage, ob auch 2024 ein Bundesrat dem Pfeffinger Forum die Ehre erweist, lassen sie derweil mit breitem Grinsen unbeantwortet. Zumindest für den Moment. Informationen dazu würden am Ende der diesjährigen Ausgabe bekanntgegeben.
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