«Unsere Polizisten müssen so viel einstecken – und ruhig bleiben»
Polizeisprecher Adrian Gaugler über seine Medienarbeit, die Belastungen im Polizeiberuf und die Ansprüche der Öffentlichkeit.
Fürobebier mit Adrian Gaugler
Vorbemerkung: Adrian Gaugler und ich waren über lange Jahre Berufskollegen beim Basler Lokalfernsehen Telebasel. Er arbeitete dort von 2007 bis 2016, als Reporter und Produzent im News-Team, und er agierte als Moderator vor der Kamera.
Seit 2017 ist er Kommunikationsleiter für das Externe der Polizei Basel-Landschaft. Die Medienmitteilungen über Unfälle und Verbrechen stammen aus seiner Abteilung. Er ist das mediale Gesicht der Polizei, wenn es darum geht, einen Demo-Einsatz aus der Perspektive der Staatsgewalt zu erläutern. Gaugler ist ganz generell zuständig für das öffentliche Bild der Baselbieter Gesetzeshüter.
Er koordiniert auch die offizielle Reaktion, wenn die Polizei wegen eines Einsatzes öffentlich kritisiert wird: So geschehen am Wochenende des 9. Dezembers, als in Grellingen eine Versammlung von eritreischen Vereinen stattfand, die das dortige Regime gutheissen – und sich in Duggingen Regime-Gegner versammelten, um die Kundgebung in Grellingen zu stören.
Die Polizei wurde wegen ihres Grosseinsatzes etwa in der bz Basel kritisiert. Sie habe sich mit dem Schutz der Regime-Freunde auf dessen Seite gestellt. Die Aufzeichnung des Fürobebier-Podcasts fand am Montag darauf, am 11. Dezember, statt. Das politische Nachspiel, das der Einsatz in Form einer heftigen Landratsdebatte auslöste, ist noch kein Thema im Podcast, sehr wohl aber die Kritik am Einsatz.
Weitere Themen im Gespräch mit Adrian Gaugler: Die Belastungen im Polizeiberuf, seine Zusammenarbeit mit den Medien, das Problem mit «Handy-Gaffern» an Einsatzorten und warum Gaugler die Nationalität in Verbrechensmeldungen angeben will. Erste Frage: «Warum bist Du zur Polizei gegangen?»
Der Fürobebier-Podcast wird präsentiert von der Biermanufaktur Birtel Bier auf dem Dreispitz.

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