24.06.2024 Prime Content 5 minMinuten Lesedauer

«Ich hätte gerne früher in Verkehrs­dienst ge­wechselt»

Der 57-jährige René Tracanelli ist seit fünf Jahren bei der Kroo Security AG tätig. Seine Arbeit möchte er nicht missen, trotz Widrig­keiten.

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Réne Tracanelli auf der Bau­stelle an der Hard­strasse. Bild: Yannik Schmöller

Es ist ein regnerischer, windiger und kalter Frühlingstag in Basel. Dennoch herrscht reger Betrieb in der Hardstrasse. Dick in neongelbe Jacken eingepackt, stehen vier Personen an einer Baustellen-Absperrung und beobachten das Geschehen mit wachsamen Augen. Einer von ihnen ist René Tracanelli.

Der 57-Jährige steht gleich neben der Ferrari-Garage und blickt in Richtung Sevogelplatz. Er trägt einen weissen Helm mit dem Logo der Basler Verkehrs-Betriebe und ein Signalhorn um den Hals. Auf seinem Rücken prangt silbern das Eulen-Logo der Kroo Security AG.

Tracanelli ist Sicherheitswärter (SIWA) und für das reibungslose Funktionieren des Tram-Verkehrs zuständig. Kommt ein «Drämmli», bläst er ins Horn, um die Bauarbeiter von den Schienen zu schicken. «Bis im Mai bin ich hier stationiert, dann sollte der Abschnitt zwischen der St. Alban-Anlage und dem Sevogelplatz fertig sein», erklärt Tracanelli bei unserem Besuch.

Wechsel nach 30 Jahren Detail­handel

Seit Januar ist er Gruppenleiter. Erwartet hatte er die Beförderung nicht. Geschäftsführer Ofir Kroo sei auf ihn zugekommen und habe ihn persönlich gefragt. «Ich war schon immer jemand, der sich um die Anderen kümmert und nach dem Rechten schaut, deshalb hat sich an meinem Alltag eigentlich nichts geändert», sagt Tracanelli. Diese Charakterzüge kamen schon bei seinem früheren Job zur Geltung.

Vor seinem Engagement bei Kroo arbeitete der Italiener als stellvertretender Filialleiter bei einem grossen Detailhändler. Als es jedoch Änderungen beim Personalmanagement gab, die für ihn «nicht korrekt» waren, kam es zum Streit und zur Freistellung. Am Ende musste ein Gericht entscheiden. René Tracanelli gewann den Rechtsstreit. «Danach wollte mich der Arbeitgeber wieder zurückholen, mir aber den Lohn kürzen», erzählt er.

Nach 30 Jahren bei diesem Unternehmen stand er nun ohne Job da. Es galt, eine neue Beschäftigung zu suchen. Aber: «Vom Detailhandel erhielt ich nur Absagen», erzählt er. Er sei überqualifiziert, habe es immer geheissen. «Mit 52 Jahren war ich ihnen einfach zu alt und zu teuer», spricht Tracanelli Klartext. Also begann er, in anderen Bereichen Ausschau zu halten. Egal was, alles war ihm recht: Er wollte einfach wieder arbeiten.

Als er auf das Inserat der Kroo Security AG stiess, war sein Interesse geweckt. «Eine Stunde, nachdem ich die Bewerbung abgeschickt hatte, kam der Anruf.» Schon am Tag darauf fand das Vorstellungsgespräch statt. 24 Stunden später trat Tracanelli zu seinem ersten Arbeitstag am Bahnhof SBB im Verkehrsdienst (VD) an.

Réne Tracanelli sorgt im Verkehrs­dienst für Ordnung auf der Strasse. Bild: Yannik Schmöller

Traumberuf gefunden

«Der Job ist nicht jedermanns Sache.» Diesen Satz sagte er immer wieder. Dennoch scheint es, als ob René Tracanelli seinen Traumberuf gefunden hat. «Könnte ich die Zeit zurückdrehen, wäre ich früher in den Sicherheitsdienst gewechselt.»

Er ist im Verkehrsdienst tätig oder amtet als Sicherheitswärter, wenn der Tramverkehr betroffen ist. Die beiden Jobs haben unterschiedliche Aufgaben. «Ein Mitarbeiter im Verkehrsdienst bewacht Bodenlöcher, regelt den Verkehr oder achtet auf die Fussgänger. Der Sicherheitswärter hingegen ist ausschliesslich dafür zuständig, dass die Trams sicher fahren können», erklärt Tracanelli.

Wie der Quereinsteiger erzählt, sei er im Betrieb gut eingebunden. Er leitet bei Kroo Security Weiterbildungen und unterstützt seine Kolleginnen und Kollegen, wo er nur kann. Vor allem beim Wechsel von der Theorie in die Praxis. Dort predigt er seinen Kodex: «Ohne meine eigene Sicherheit mache ich gar nichts.» Es nütze niemandem etwas, wenn er sich selbst in Gefahr bringt. Das führe nur zu Chaos.

Tracanelli trifft auch im Arbeitsalltag vermehrt auf schwierig zu handhabende Situationen. «Seit der Corona-Pandemie sind die Verhältnisse auf den Strassen schlimmer geworden. Vor allem Velofahrer in der Stadt sorgen für Stress, da sich viele nicht an die Anweisungen halten.»

Tracanelli ist Sicherheits­wärter (SIWA) und für das reibungs­lose Funktio­nieren des Tram-Verkehrs zuständig. Bild: Yannik Schmöller

Gegen Wetter und Sprach­barrieren

Beklagen mag sich René Tracanelli aber nicht. «Seit ich täglich draussen bin, geht es mir viel besser, auch meinen Knien.» Am liebsten habe er die kalten Jahreszeiten. Mehr anziehen gehe immer. Im Sommer aber, wenn es glühend heiss ist, könne man das T-Shirt nicht einfach ausziehen.

Nebst dem Wetter sind auch sprachliche Barrieren eine Herausforderung. «Viele auf dem Bau verstehen nur wenig bis kein Deutsch», meint Tracanelli. Dies erschwere die Kommunikation. Er kann glücklicherweise auf seine Muttersprache Italienisch zurückgreifen. Manchmal klappe es auch mit Französisch oder Englisch.

Der Verkehrsdienst hingegen sollte ohne Sprache und mit Handzeichen funktionieren. Aber auch das läuft manchmal schief. Tracanelli berichtet von einem Vorfall. «Als ich einmal den Verkehr um einen Bagger leiten musste, fuhr eine ältere Dame mit dem Auto in die Schaufel der Maschine, obwohl ich klar mit der Hand signalisierte.»

Die Frau sei einfach an seinem Arm vorbei wieder zurück auf die Spur gebogen und behauptete, den Bagger nicht gesehen zu haben. Sie gab Tracanelli die Schuld am Unfall. Glücklicherweise gab es keine Verletzten und das Auto kam nicht zu Schaden.

René Tracanelli: «Seit ich täglich draussen bin, geht es mir viel besser, auch meinen Knien.» Bild: Yannik Schmöller

Mit Heavy Metal in den Feier­abend

Nicht alle Tage erlebt René Tracanelli solche negativen Momente. Oft spürt er Wertschätzung der Menschen für seine Arbeit. Als er auf einer Baustelle in Muttenz stationiert war, hätten die Anwohner die gesamte Baustellen-Belegschaft regelmässig zu sich eingeladen.

Mal wurden sie zum «Zmorge», mal zum «Zmittag», mal zum «Znüni» verpflegt. «Wir standen dann alle bei ihnen im Wohnzimmer», sagt er. Solche Augenblicke würden ihm viel Freude schenken.

Unabhängig davon, wie der Tag läuft: Ist der Dienst zu Ende, holt Tracanelli seine Kopfhörer heraus, setzt sich hin und schaltet ein Heavy Metal-Lied ein. «Eines, das mir richtig den Kopf ‹durchpustet›. Dann weiss ich, jetzt habe ich Feierabend.»

Kroo Security AG

Standorte in Muttenz, Bern und Zürich

Die Firma Kroo Security AG, mit Sitz in Muttenz und Zürich ist ein dynamisches und innovatives Unternehmen mit einem breiten Angebot an Dienstleistungen im Sicherheitsbereich. Das Familienunternehmen geht ursprünglich aus der «Kroo Wach und Schutz AG» hervor, welches im Jahr 1986 gegründet wurde.

Das Unternehmen ist in mehreren Kantonen (u.a. Aargau, Basel-Stadt, Bern, Neuchâtel, Solothurn und Zürich) polizeilich lizenziert und verfügt über enge Kontakte zu den zuständigen Behörden.

Kroo Security AG
Hofackerstrasse 72 
4132 Muttenz

Tel: +41 (0)61 272 75 50
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Dieser Beitrag wurde von Prime Content im Auftrag der Kroo Security AG erstellt. Mehr über Prime Content erfahren Sie hier.

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