27.01.2025 Basel 2 minMinuten Lesedauer

Heute tanzt der Vogel Gryff durch das Klein­basel

Prime News hat Ein­drücke vom Klein­basler Feier­tag gesammelt. Der Regen tat der guten Stim­mung keinen Ab­bruch.

von Prime News-Redaktion
Der Vogel Gryff vor seinem Tanz für Spielchef Andreas Lehr. Bild: Melina Schneider

12.00 Uhr: Tänze auf der Mittleren Brücke

Trotz Regen haben die Tänze auf der Mittleren Brücke einmal mehr hunderte von Zuschauerinnen und Zuschauern angelockt. Der Wild Maa, der Vogel Gryff und der Leu tanzten dabei vor dem Spielchef Andreas Lehr und wandten dabei dem Grossbasel den Rücken zu.

Das Schöne an diesem Höhepunkt auf der Verbindung zwischen dem Klein- und Grossbasel war, dass der Regen just im Moment der Tänze aussetzte. 

Hier das Video mit Eindrücken:

Gute Stimmung in der Rheingasse

Vor und nach den Tänzen auf der Mittleren Brücke herrscht in der Rheingasse gute Stimmung. Hunderte festfreudige Kleinbaslerinnen und Kleinbasler tummeln sich in der Ausgehmeile. 

Geselliges Beisammensein in der Rheingasse. Bild: Martin Regenass

Stimmen zum höchsten Klein­basler Feiertag

Prime News hat ein paar Stimmen eingefangen und Leute befragt, was ihnen dieser Tag bedeutet.

Dominique Gass, Benjamin Bruni, Stephanie Schluchter und David Bröckelmann. Bild: Martin Regenass

David Bröckelmann, Komiker und Schauspieler: «Der Vogel Gryff ist ein Stück Kleinbasler Tradition, die aber in einem kulturellen und geschichtlichen Sinn auch für das Grossbasel gilt und somit auf ganz Basel wirkt. Zukunft benötigt immer auch Herkunft. In einer sich stets verändernden Welt braucht es Brauchtümer wie den Vogel Gryff. Solch unverrückbare Traditionen lassen uns am Leben festhalten.»

Benjamin Bruni, Programmleiter Radio Basilisk: «Mein Grossvater war schon bei den drei Ehrengesellschaften dabei und so ist der Vogel Gryff für mich Familientradition geworden. Mit Radio Basilisk können wir an diesem Tag das Lebensgefühl und den Puls dieser Stadt zu den Hörerinnen und Hörern transportieren.»  

Isabelle und Andi Augsburger in der Rheingasse vor dem Restaurant Fischerstube. Bild: Martin Regenass

Andi Augsburger, Vorgesetzter der Gesellschaft zum Greifen: «Der Vogel Gryff, der Wild Maa und der Leu haben heute vor dem Restaurant Sonne vor mir getanzt. Das bedeutet mir sehr viel, und das zu erleben, war ein unbeschreibliches Gefühl.»

Isabelle Augsburger, Gattin von Andi: «Der Vogel Gryff ist ein Brauchtum, das immer noch Bestand hat und dessen Tänze mich beeindrucken. Die Ehrenzeichen erbringen während der rund 50 Tänze eine grossartige Leistung, die wohl auch viel Training braucht. Es ist wunderbar, diese Tradition mitzuerleben.»

Drangu Sehu, Marianne Herbst und Christian Herbst. Bild: Martin Regenass

Drangu Sehu: «Christian hat mich mitgenommen. Ich bin zum ersten Mal am Vogel Gryff. Grossartig waren die Böller auf dem Rhein und die Talfahrt des Flosses. Das ist gelebtes Brauchtum.»

Marianne Herbst: «Mich beeindrucken jeweils die Tänze mit den vorgeschriebenen Schritten. Das ist eine grosse Leistung, zumal die Kostüme und die Requisiten wie der Baum des Wilde Maa schwer zu tragen sind.»

Christian Herbst: «An dieser gelebten Tradition trifft man immer viele Bekannte an und kann ein Schwätzchen halten. Diese gesellschaftliche Komponente am zünftigen Basel übt einen grossen Reiz aus.»

11.45 Uhr: Eindrücke aus dem Klein­basel

Trotz Regenwetter herrscht im «Minderen Basel» Feiertagsstimmung. Es folgen einige Eindrücke in Bildern:

Die Tambouren auf ihrem Weg durch die Rheingasse. Bild: Melina Schneider
Der Wild Maa bahnt sich seinen Weg durch die Menge. Bild: Melina Schneider
Einer der vier Ueli sammelt Geld für Bedürftige. Das Kostüm ist für dieses Jahr nach altem Muster von Priska Argast neu angefertigt worden. Bild: Melina Schneider

11.10 Uhr: Flosskapitän zieht positive Bilanz

Die Fahrt dauerte kürzer als erwartet, sagt Flosskapitän Pascal. Bild: Martin Regenass

Flosskapitän Pascal vermeldet gegenüber Prime News keine Zwischenfälle auf der rund 20 minütigen Fahrt vom Wildmaahorst bis zur Anlegestelle Kleines Klingental. «Wir hatten Glück, dass es während der Talfahrt nicht geregnet hat», so der Chef über die beiden mit einer Plattform verbundenen Weidlinge.

Ebenso sei ein erwarteter Seitenwind von Südwest ausgeblieben. Dieser hätte die Fahrt des Wild Maa auf dem Floss verlangsamt. «Somit war die Fahrt ziemlich schnell. Wir sind früher bei der Landestelle angekommen als geplant», sagt der Flosskapitän.

Während des Kurzinterviews sind seine Mitstreiter fleissig daran, das Floss abzubauen. Ein Lieferwagen steht jeweils bereit, um die Bretter, Kanonen und weiteren Utensilien abzutransportieren und wieder einzulagern. «Danach ist das Floss auch schon wieder Geschichte», so Kapitän Pascal.

Eindrücke von der Talfahrt im Video:

11.00 Uhr: Balz Herter nimmt die Tänze ab

Vorsitzender Meister der Drei Ehrengesellschaften, Balz Herter, zieht vor dem Wild Maa den Hut. Bild: Martin Regenass

Unter Trommelwirbel führen die drei Ehrenzeichen des höchsten Kleinbasler Ehrentages ihre Tänze vor. Als erster kommt Balz Herter, Vorsitzender Meister der 3 E, in den Genuss.

Gegenüber Prime News erklärt Herter: «Die Tänze haben mich emotional sehr berührt und bewegt. Es ist faszinierend und eine riesen Ehre, wenn sie für einen tanzen.» Herter, der ab Februar Basler Grossratspräsident ist, habe heute Morgen gute «Lääberli» gespiesen und freue sich darauf, was der Tag noch alles so bringe. 

Unter Böllerschüssen legt das Floss unterhalb der Kaserne im Kleinbasel an. Bild: Martin Regenass

10.50 Uhr: Floss legt im Kleinen Klingental an

Nach einer Fahrt von circa 20 Minuten vom Wildmaahorst zur Landestelle Kleines Klingental steigt der Wildmaa vom Floss. Zusammen mit dem Vogel Gryff und dem Leu widmet der Wild Maa den ersten Tanz Balz Herter. Er ist dieses Jahr zum ersten Mal Vorsitzender Meister der Drei Ehrengesellschaften. 

Schaulustige verfolgen das Spektakel. Bild: Martin Regenass

10.45 Uhr: Schaulustige säumen den Weg

Zwischen dem Wildmaahorst oberhalb der Schwarzwaldbrücke und der Anlegestelle beim Kleinen Klingental säumen hunderte Schaulustige den Weg. Darunter hat es – wie jedes Jahr – viele Schulklassen. Erwachsene wie Kinder erfreuen sich ob des lebendigen Brauchtums und trotzen dem zwischenzeitlichen Regenwetter.

Unter Kanonendonner passiert der Wild Maa die Wettsteinbrücke. Bild: Martin Regenass

10.40 Uhr: Böllerschüsse auf dem Rhein

Das Floss mit dem Wild Maa passiert die Wettsteinbrücke. Dutzende Schaulustige verfolgen das Spektakel von oben herab. Die von den Kanonieren gezündeten Böller sind ohrenbetäubend. Während seiner ganzen Fahrt, sie dauert dieses Jahr rund 20 Minuten, kehrt der Wild Maa dem Grossbasel den Rücken zu.

Das Floss mit dem Wilmaa ist bereit zum Ablegen. Foto: Martin Regenass

10.30 Uhr: Es kann losgehen

Es kann losgehen. Beim Wildmaa-Horst oberhalb der Schwarzwaldbrücke ist das Floss bereit zur Abfahrt um 10.30 Uhr. Polizeiboote patrouillieren auf dem Rhein. An den Ufern haben sich Leute versammelt, um dem Spektakel beizuwohnen. Die Kinder sind aufgeregt. Das Geschrei ist am Birsköpfli wahrnehmbar.

Heute ist Vogel Gryff

Es ist wieder soweit: Heute Montag tanzen Vogel Gryff, Leu und Wild Maa durch das Kleinbasel. Höhepunkte sind unter anderem der Tanz auf der Mittleren Brücke und das traditionelle Gryffemähli (hier geht’s zu den wichtigsten Informationen).

Auch Prime News wird wie üblich am Kleinbasler Feiertag vor Ort dabei sein und fortlaufend berichten. 

Feiertag: Der Vogel Gryff tanzt im Klein­basel. Bild: Yannik Schmöller

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Prime News-Redaktion

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