«Die Finanzmärkte nehmen Trump nicht mehr ernst»
USA und China einigen sich im Zollstreit auf Verhandlungen. Kein Grund für Euphorie, warnt BKB-Anlagechef Sandro Merino.
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Diese Nachricht sorgte am Montag an den Weltbörsen für Erleichterung und steigende Kurse: Die USA und China haben sich in Genf darauf geeinigt, die gegenseitig verhängten Zölle stark zu senken und in Verhandlungen zu treten. Bis in 90 Tagen soll Klarheit herrschen, wie es weitergeht.
Anlass zu Euphorie gebe diese News indes nicht, sagt BKB-Anlagechef Sandro Merino. Er sieht eher den Moment für Gewinnmitnahmen gekommen. Der von Donald Trump losgetretene Zollstreit habe der globalen Wirtschaft nur geschadet. «Es kommt mir so vor, als habe man sich in den Fuss geschossen, um sich nun über die gute medizinische Behandlung zu freuen. Das ist einfach nur absurd», hält er in der neusten Ausgabe von Prime Invest fest.
Die Einigung mit China sei vielleicht früher gekommen als erwartet, es habe aber keine Alternative gegeben. «Wenn die USA und China ein gegenseitiges Handelsembargo verhängen, ist eine tiefe Rezession die Folge. Das wil niemand und ist auch nicht durchsetzbar».
US-Präsident Trump sei mit seiner Politik der grossartigen Ankündigungen «komplett gescheitert», sagt Merino. Das zeige sich auch bei seinem neusten Plan, wonach er die Medikamentenpreise um bis zu 59 Prozent senken wolle. Eigentlich eine Bekanntmachung, welche die Kurse von Novartis oder Roche (50% des Umsatzes werden in den USA erzielt) abstürzen lassen müssten. Doch das passierte am Montag nicht. Für Merino steht fest: «Die Finanzmärkte nehmen Trump nicht mehr ernst.»
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Disclaimer
Diese Publikation enthält Werbung. Vorstehende Angaben eignen sich zu Informationszwecken und ersetzen nicht die Beratung, einen Anlagevorschlag oder eine Empfehlung der Basler Kantonalbank.

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