Industrienacht 2026: Vom Labor über Kaffee bis hin zum Bagger
Rund 50 Basler Unternehmen geben am 24. April Einblick hinter die Kulissen. Das sind Programm und Highlights.
Über 125’000 Container werden in den Schweizerischen Rheinhäfen in Basel jährlich umgeschlagen. In der Öffentlichkeit dürften nur vage Vorstellungen darüber bestehen, wie die aufwändige Logistik an dieser wichtigen Verkehrsdrehscheibe auch wirklich funktioniert. An der diesjährigen vierten Ausgabe der Industrienacht in Basel bieten mehr als zehn Hafenfirmen für Gross und Klein Einblick in die Welt der Logistik.
Seien es Contargo, Rhenus Port Logistics, Swissterminal und Ultra-Brag in Basel oder Delica, die zweitgrösste Schweizer Kaffeerösterei, im Hafen Birsfelden, die Rundgänge, Workshops und mehr anbieten.
Sie sind nur eine Handvoll Beispiele der rund 50 Unternehmen in Basel und naher Umgebung, die an der Industrienacht am 24. April teilnehmen. Bei Felix Transport kann das Publikum im modernen Elektro-Lastwagen Platz nehmen, bei den Basler Verkehrs-Betrieben den Gleisbauern über die Schulter schauen und am Basler Bahnhof SBB das unterirdische Logistikzentrum der SBB erkunden.
Berufe und Branchen den Menschen näherbringen
Bei der Hafenlogistikerin Ultra-Brag steht den Besuchenden etwa das Silo mit Ausblick über Basel offen, ein Rundgang und Einblick in die Rheinhäfen, und: Man kann Bagger fahren.
Über die Wichtigkeit der Industrienacht sagt Christoph Adam, CCO von Ultra-Brag: «Man sieht uns zwar, wenn man von der Autobahn hereinfährt. Die Leute wissen aber nicht genau, was wir hier machen. Wir wollen die Türen öffnen, damit man uns kennenlernt, auch als Arbeitgeber.»
Bei Implantat-Hersteller Medartis gibt es auch allerlei Einblicke. Hand anlegen können Besuchende etwa an einem Knochenmodell, erklärt Demi Hablützel. «Die Besuchenden können Chirurginnen werden und an einem Knochenmodell ein Implantat platzieren. Und schauen, wie es um ihre Fähigkeiten steht.»
Bei Selmoni in Münchenstein werde den Leuten das klassische Elektrotechnik-Handwerk nähergebracht, aber auch, wie dieses mit Künstlicher Intelligenz, Virtual-Reality-Brillen und Digitalisierung weiterentwickelt wird, erklärt HR-Leiterin Simone Wilke.
Am Ende gehe es an der Industrienacht insbesondere darum, Gesellschaft und Wirtschaft gegenseitig näherzubringen und Sichtbarkeit zu schaffen. Und im besten Fall auch den jungen Nachwuchs für die verschiedenen Berufe und Branchen zu begeistern. Die ganze Reportage gibt es im Video oben.
Das müssen Besucherinnen und Besucher wissen
An der vierten Industrienacht nehmen rund 50 Unternehmen aus der Region Basel teil. Von 17 bis 24 Uhr öffnen sie ihre Türen und laden zur Entdeckungstour ein. Im Angebot stehen rund 230 Programmpunkte wie Führungen durch Labore, Katakomben oder Produktionshallen. Es gibt Workshops und Attraktionen, bei denen man selbst Hand anlegen kann.
15 Unternehmen sind zum ersten Mal an der Industrienacht dabei. Etwa das Swiss Nanoscience Institute aus der Spitzenforschung, das Bürgerspital Basel aus dem integrativen Bereich oder der grösste Brillenglashersteller der Schweiz, Optiswiss.
Interessierte können sich auf der Webseite die ganz persönliche Tour erstellen und die Programmpunkte nach Interesse, Sprache und Format filtern.
Ein Ticket kostet 10 Franken und ist für alle 50 Arbeitswelten gültig. Für Kinder unter 12 Jahren, Schülerinnen, Lernende, Studierende oder Personen mit Coulourkey oder Kulturlegi sowie Geflüchtete ist der Besuch kostenlos. Mehr zu dem Ticketkauf.
Mit dem Eintritts-Billett können Besuchende ab 16 Uhr den ÖV und ab 17 Uhr die Shuttle-Busse gratis nutzen. Die Shuttle-Routen sind auch im Programmheft hinterlegt. Hauptsponsorin der Industrienacht ist die Handelskammer beider Basel, daneben tragen auch die IWB, Roche, Novartis, Medartis und Stücki Park die Veranstaltung mit. (as)
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