23.11.2018 News aus der Region

Alte «Regi»-Journalisten sorgen für tosendes Gelächter

Zum 40. Geburtstag des SRF-Regional­journals in Basel gab es viele Anekdoten aus früheren Zeiten.

Ein Klassenfoto, das vierzig Jahre «Regi» zeigt. Darauf abgebildet sind alle Mitarbeiter des Radiosenders, die an dessen Jubiläumsfeier dabei waren. Bild: Katrin Hauser

Zu seinem 40-jährigen Jubiläum hat sich das SRF-Regionaljournal etwas Besonderes einfallen lassen: Eine Live-Sendung mit ehemaligen «Regi»-Journalisten, die auf einem Podium in dessen Räumen auf dem Bruderholz stehen. Die mittlerweile in die Jahre gekommenen Berichterstatter sorgen mit ihren Anekdoten aus den alten Zeiten für viel Gelächter im Saal. 

Den Beginn macht Heini Vogler, der die erste Sendung des «Regis» moderierte. Er spricht über die Ausrichtung des öffentlich-rechtlichen Radiosenders, die sich über die Zeit doch sehr geändert habe: «Früher war man unkritischer, ganz klar! Man war staatstragend, staatsnahe und wirtschaftsfreundlich – muss ich da noch mehr dazu sagen?», fragt er und erntet die ersten Lacher im Saal.

An die Vorgaben von Bern zum damaligen Konzept kann er sich nicht mehr so genau erinnern. «Ich weiss aber noch, dass eine Polizeimeldung schon einmal auf 16 Minuten Berichterstattung ausgedehnt werden konnte.»

Heini Vogler (zweiter von rechts), der vor vierzig Jahren moderierte, wird vom heutigen «Regi»-Journalisten Benedikt Benedikt Erni (rechts) interviewt. Bild: Katrin Hauser

Ebenfalls für Gelächter sorgt die ehemalige freie Journalistin Silvia Scalabrino, die eine lustige Geschichte zum Besten gibt, wie man sich in den 80er und 90er-Jahren um begehrte Plätze stritt: «Damit es noch zur Mittagssendung reichte, kam es schon einmal vor, dass man einen anderen Journalisten aus der Telefonkabine zerren musste, um seine Redaktion anzurufen.» Nur so hätte es der Bericht noch rechtzeitig ins Studio geschafft.

Der Publikumsliebling jedoch ist der ehemalige Chefredaktor des Regionaljournals Jürg Stöckli, der kurz nach ihr spricht – über die schöne Zeit, als in der Redaktion noch geraucht werden durfte: «Ich war überzeugt davon, ohne Pfeife im Mund gar nicht erst schreiben zu können!»

Schallendes Gelächter. Als das Rauchen dann verboten wurde, rauchte Stöckli einfach weiter: «Man hätte mir schon ins Gesicht sagen müssen, ich dürfe hier nicht mehr rauchen. Und da mein Chef in Zürich sass und Kettenraucher war, ist das nie passiert.»

Das Team von heute. Regionaljournal-Leiter Dieter Kohler (links im Bild) bittet alle seine Mitarbeiter zu ihm auf die Bühne. Bild: Katrin Hauser

Zum Ende der Live-Sendung sagte der aktuelle Leiter des Regionaljournals, Dieter Kohler, noch etwas zur Zukunft seines Radiosenders: «Uns wird es weiterhin geben. Und wenn uns die Kabel aus dem Kopf hängen und wir mit merkwürdigen Brillen umherrennen – auch moderne Technologien brauchen Journalisten, die die Inhalte kritisch aufbereiten!», so seine euphorische Vorhersage.

Rund achtzig Journalisten und Politiker wohnten dem Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft des «Regis» am Freitagabend bei – darunter der neue BaZ-Chef Marcel Rohr, Publizist Matthias Zehnder, der Baselbieter SP-Parteipräsident Adil Koller und Lorenz Nägelin, Präsident der SVP Basel-Stadt.

Der Rest der Anwesenden bestand – wie sich etwas später herausstellte, als Dieter Kohler alle zu einem Klassenfoto auf der Bühne versammelte – vorwiegend aus ehemaligen Mitarbeitern der Regionaljournals. (kh)

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