Im Parlament «bescheissen» gesagt: Rüge für Ackermann
Die Basler Regierungspräsidentin wurde vom Grossratspräsidenten Remo Gallacchi abgemahnt, weil sie sich im Ton vergriff.
Überraschend wie erfrischend emotionaler Gefühlsausbruch von Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann (Grüne) an der Grossratssitzung vom Mittwoch: Genervt von der Debatte über die Ausgaben bei der Jugendkultur – die Bürgerlichen kritisierten, dass jedes Jahr Mehrausgaben resultierten – griff die Magistratin zum rhetorischen Zweihänder: «Ich kann es nur noch mal wiederholen: Wir bescheissen niemanden», fluchte sie ins Mikrofon.
Da Ackermann diese Wortwahl gleich in zweifacher Kadenz innert Minutenfrist verwendete, sah sich Grossratspräsident Remo Gallacchi (CVP) gemäss Basler Zeitung zu einer Abmahnung gezwungen. Später sollte er selber unter Druck geraten, weil er die stillende Grossrätin Lea Steinle (Grüne) nicht abstimmen lassen wollte.
Wer sich die für einmal enervierte Regierugspräsidentin anhören möchte, klicke auf das angehängte Youtube-Video.
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