Nach 30 Jahren ist Schluss: TheaterFalle stellt Betrieb ein
Finanzielle Gründe seien ausschlaggebend für den Entscheid. Zwei andere Vereine sollen die Angebote weiterführen.

30 Jahre lang hat die TheaterFalle im Gundeli das regionale Theaterschaffen mitgeprägt. Nun ist Schluss, wie die Verantwortlichen heute mitteilen: Der Verein stelle seine Aktivitäten ein und übergebe seine Arbeit per Ende Jahr an zwei «verschlankte Nachfolgeorganisationen».
Der neu gegründete Verein «Reactor» übernehme die Angebote und Formate, der Verein «Bau3» die Räumlichkeiten.
«Die TheaterFalle hat in ihren über 30 Jahren so manchen Wandel durchgemacht: Von der Einzelfirma zum ausgewachsenen KMU. Die Organisation ist stetig gewachsen und hat sich immer weiterentwickelt», schreibt der Verein. Vor 15 Jahren sei das theaterpädagogische Angebot mit der «MedienFalle» erweitert worden. Eine breite Öffentlichkeit habe die TheaterFalle aufgrund von Produktionen wie «Blind Date» oder «Der Prozess» gekannt.
Als Gründe für die Reorganisation nennt die TheaterFalle den finanziellen Druck. Zuletzt seien sechs Festangestellte mit 500 Stellenprozenten beschäftigt worden. «Zusammen mit der Miete der Probe- und Büroräumlichkeiten wurden die wiederkehrenden Kosten letztendlich zu gross und zum Jahresende 2017 war die Weiterführung des Betriebs ernsthaft bedroht», heisst es im Communiqué.
Aus diesem Grund habe die Geschäftsleitung rund um die Gründerin Ruth Widmer und Attila Gaspar zusammen mit dem Vereinsvorstand beschlossen, die Geschäfte einer Nachfolgeorganisation zu übergeben. «Mithilfe einer Übergangsfinanzierung des Kantons wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2018 eine solide Basis für Neues geschaffen». (ck)
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