Komitee «Ja zum Zolli – Ja zum Ozeanium» gegründet
Befürworter sehen in 100-Millionen-Projekt einen Leuchtturm für die Umweltbildung. Es werde ein Beitrag zum Artenschutz geleistet.

Die Debatte um das vom Basler Zoo geplante Mega-Projekt «Ozeanium» ist definitiv lanciert: Heute Montag vermeldete das Unterstützungskomitee «Ja zum Zolli – Ja zum Ozeanium» seine Gründung. Sie erfolgt in unmittelbarer zeitlicher Nähe zum Referendum, das die Fondation Franz Weber letzte Woche eingereicht hat. Damit steht fest, dass es in der Sache zu einem intensiv geführten Abstimmungskampf kommen wird.
Unter den Befürworten befinden sich Namen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Co-Präsident des Unterstützungskomitees ist Kulturunternehmer und alt SP-Grossrat Tobit Schäfer. «Uns eint die Überzeugung, dass das Ozeanium eine grosse Chance für den Zolli und den ganzen Kanton ist», lässt er sich in der Medienmitteilung zitieren.
Zu den weiteren Mitgliedern des Co-Präsidiums gehören Mark Eichner (Grossrat FDP), Ila Geigenfeind (Biologin), Toya Krummenacher (Grossrätin SP), Renato Mösch (Architekt) und Raphael Wyniger (Inhaber Gast- und Kulturhaus Teufelhof Basel).
Das Unterstützungskomitee bezeichnet das geplante Ozeanium als «Leuchtturm für die Umweltbildung». Das Vorhaben werde von privaten Spendern finanziert, sei selbsttragend und bringe den Kanton voran. Die Heuwaage erhalte nach Jahrzehnten als Brache endlich wieder eine Nutzung, welche ihrem Potenzial entspreche. Auch werde der Tourismus gestärkt.
Bezogen auf die Kritik von Umweltschützern, wonach das 100 Millionen Franken teure Ozeanium mit seine 40 Aquarien nicht tierfreundlich und unökologisch sei, betont das Komitee den Bildungsauftrag. Es könne nicht auf «rein digitale Lösungen» gesetzt werden. «Nur die Begegnung mit lebendigen Tieren löst bei Menschen die entsprechenden Emotionen aus, die die Basis für einen nachhaltigen Lerneffekt schaffen», so Toya Krummenacher. Mit dem Ozeanium werde ein Beitrag zum Artenschutz geleistet.
Der Grosse Rat hatte im Oktober den Bebauungsplan zum Ozeanium mit 69 zu 13 Stimmen gutgeheissen. Da die Franz Weber Fondation die nötigen Unterschriften für das Referendum zusammenbrachte, kommt es zur Volksabstimmung. Der Termin steht noch nicht fest. (ck)
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