Massenvergewaltigung in Freiburg: Polizei verhaftet Algerier
Es handelt sich um den zehnten Tatverdächtigen, der nun in U-Haft sitzt. Eine DNA-Probe belastet ihn schwer.

Die Gruppenvergewaltigung einer 18-jährigen Studentin Mitte Oktober beim Hans-Bunte-Areal in Freiburg im Breisgau sorgte für internationale Schlagzeilen. Acht Syrer und ein Deutscher, welche an der unfassbaren Tat beteiligt gewesen sein sollen, sitzen in U-Haft.
Wie das Polizeipräsidium Freiburg am Donnerstag informierte, sei am Mittwoch ein zehnter Tatverdächtigter verhaftet worden. Es handle sich um einen 18-jährigen Algerier. Dem Mann gelang allerdings zwischenzeitlich die Flucht. Als er am Mittwochmittag nach der ersten Verhaftung dem Haftrichter vorgeführt wurde, nutzte er die Gunst des Augenblicks und machte sich davon.
Nach stundenlanger Fahndung konnte der Algerier dann im Osten Freiburgs erneut verhaftet werden.
Wie das Polizeipräsidium Freiburg schreibt, seien die Ermittler der «Einsatzgruppe Club» dem Tatverdächtigen aufgrund von Zeugenaussagen auf die Spur gekommen. Der junge Algerier habe sich ohne festen Wohnsitz in Deutschland aufgehalten und sei polizeilich bereits durch Eigentums- und Betäubungsmittel-Delikte in Erscheinung getreten.
Die Beweislage gegen ihn ist unterdessen erdrückend. In einer weiteren Meldung gab das Polizeipräsidium Freiburg am Donnertagnachmittag bekannt, dass die DNA-Probe des verhafteten Algeriers identisch sei mit der «bislang noch offenen DNA-Spur». Unabhängig davon würden die «intensiven Ermittlungen» in dem Fall fortgesetzt. (ck)
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