600 Gäste am Neujahrs-Empfang der Basler Regierung
Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann stellte bei ihrer Rede Kultur und Partnerschaft in den Vordergrund.

2019 ist noch jung, und doch kann der Kanton bereits einen Rekord vermelden: Noch nie nahmen so viele Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Verwaltung am traditionellen Neujahrs-Empfang der Basler Regierung im Volkshaus teil. 600 Personen haben sich insgesamt angemeldet.
Ist das aussergewöhnliche Interesse in der Angst begründet, der üppige Apéro riche auf Staatskosten könnte zum letzten Mal ausgerichtet werden? Bekanntlich fordern die Basler Bürgerlichen die Streichung des Anlasses, weil er sich «nicht bewährt» habe.
Indes hielt hielt es die Verfechter der Sparmassnahme nicht davon ab, in reichlicher Zahl an der möglichen Dernière zu erscheinen, sich trinkfreudig das Glas zu füllen und den Teller grosszügig mit allerhand Leckereien zu beladen.
Während es sich die Gäste bei Speis und Trank wohlergehen liessen, blickte Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann mit viel Zuversicht ins neue Jahr. In ihrer ausführlichen Rede stellte sie die Bedeutung von Kultur und Partnerschaft in den Mittelpunkt (die Rede im Wortlaut findet sich hier).
Die Kulturstadt habe ein unglaublich breites, interessantes und vielfältiges Angebot, das in verschiedener Hinsicht «besonders wertvoll» sei. Die Kultur erhöhe die Lebensqualität, sei ein Seismograf für Entwicklungen und ein «Kompass in der unübersichtlichen Gegenwart.»
Bezüglich der Partnerschaft mit dem Baselbiet bezog sich Ackermann auf den kürzlich erneuerten Kulturvertrag. Dieser gewährleiste in etwa die bisherigen Leistungen des Nachbarkantons. «Das ist weniger, als manche sich vor einigen Jahren erhofft haben, aber mehr, als noch vor einem Jahr erwartet worden ist.»
Die regionalen Herausforderungen seien lösbar, so die Regierungspräsidentin. Hierfür brauche es aber «guten Willen und Kompromissbereitschaft». (ck)
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