Ständerats-Kandidatur: Patricia von Falkenstein verliert Geduld
Die LDP-Präsidentin möchte für die Bürgerlichen als Ständeratskandidatin ins Rennen steigen. Doch die Verhandlungen harzen.
«Es ist ein riesen Murks. Um nur den Hauch einer Chance zu haben, müssen alle mitmachen. Sonst kann ich mir die Zeit auch sparen.» Mit dieser klaren Ansage äussert sich am Montag LDP-Präsidentin und Grossrätin Patricia von Falkenstein in der «Basellandschaftlichen Zeitung» zu ihren bekannten Ambitionen, für die Basler Bürgerlichen als Ständeratskandidatin ins Rennen zu steigen.
Am 20. Oktober 2019 finden die eidgenössischen National- und Ständeratswahlen statt. Während auf der linken Seite entweder SP-Finanzdirektorin Eva Herzog oder SP-Nationalrat Beat Jans für die kleine Kammer antreten werden, herrscht im bürgerlichen Block nach wie vor Unklarheit.
Eine erkennbare Strategie fehlt, wie der Bericht der «Basellandschaftlichen Zeitung» offenlegt. Jede Partei schaue für sich, ein «Parteienpoker» sei im Gang. Zu einer gemeinsamen Kandidatur konnten sich CVP, FDP und SVP bislang nicht durchringen.
In die Diskussionen involviert sind zudem die Grünliberalen. Die GLP wolle aber nicht einfach die Rolle als «Mehrheitsbeschaffer» spielen, sagt Präsidentin Katja Christ im Artikel. Die GLP habe sich in den letzten Jahren ohne Unterstützung der Bürgerlichen eine «glaubwürdige Position in der Mitte» aufgebaut. «Wir sind nicht bereit, das einfach aufzugeben».
Von Falkenstein scheint nun die Geduld verloren zu haben. «Ich werde wohl so oder so kandidieren und alle einladen, mich zu unterstützen», kündigt das LDP-Aushängeschild im Zeitungsbericht an. (ck)
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