BLKB kann Jahresergebnis leicht steigern
2018 erzielte die Basellandschaftliche Kantonalbank einen Gewinn von 135.5 Millionen Franken. Der Ausblick ist positiv.
Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hat am Mittwochmorgen ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 publiziert. Der erzielte Gewinn betrug 135.5 Millionen Franken. Das Ergebnis liegt 0.8 Prozent über dem Vorjahr.
Die Bank bezeichnet den Geschäftserfolg in der Höhe von 162.5 Millionen Franken in einer Medienmitteilung als «solides Ergebnis». Die gestiegenen Erträge aus dem Kommissionsgeschäft hätten den Rückgang im Zins- und Handelsgeschäft indes nicht kompensieren können. Insgesamt werde der Geschäftsertrag weiterhin stark vom negativen Zinsumfeld belastet.
Die Ausschüttung an den Kanton Basel-Landschaft beträgt wie bereits letztes Jahr unverändert 60 Millionen Franken. Dasselbe gilt für die Dividende von 35 Franken pro Zertifikat.
Im an die Medien verschickten Communiqué sieht Bankratspräsident Thomas Schneider das Unternehmen auf Kurs. «Wir sind mit der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie gut vorangekommen, haben unsere Organisation angepasst und verschiedene Innovationen eingeführt. Den veränderten Kundenerwartungen begegnen wir mit gesamtheitlichen Beratungsmodellen und neuen Finanzprodukten respektive -dienstleistungen.»
Das gute Resultat bestätige das Geschäftsmodell und die Strategie der BLKB, erklärt Schneider weiter.
CEO John Häfelfinger nennt derweil die aus seiner Sicht wichtigsten operativen Erfolge im 2018. So habe sich das Geschäftsvolumen um 1.2 Milliarden Franken erhöht. «Unsere Kunden haben uns mehr als eine halbe Milliarde Franken zusätzliche Gelder zur Verwaltung anvertraut. Wir sind im Kreditgeschäft risikobewusst und mit Blick auf die Margen gewachsen.»
Die BLKB habe letztes Jahr zudem über eine halbe Milliarde Franken neue Hypotheken finanziert und eine Viertelmilliarde Franken zusätzliche Kreditlimiten für Firmen bereitgestellt, so Häfelfinger.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick
- Der Geschäftsertrag beläuft sich auf CHF 358,5 Mio. (-2,3%). Der Rückgang sei in erster Linie auf den tieferen Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft (CHF 267,1 Mio., -2,1%) zurückzuführen.
- Erneut über Vorjahr entwickelte sich dagegen das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit CHF 66,4 Mio. (+2,8%), während das Handelsgeschäft mitCHF 16,8 Mio. (-10,6%) rückläufig war.
- Der Geschäftsaufwand fiel mit CHF 168,3 Mio. (-4,6%) tiefer aus als im Vorjahr. Der Rückgang ist gemäss BLKB in erster Linie mit dem Wegfall der ausserordentlichen Sonderbelastung durch die Pensionskasse im Vorjahr zu erklären.
- Die Vollzeitstellen nahmen gegenüber Vorjahr um 12 auf 685 zu.
Für 2019 Ergebnis auf Vorjahreshöhe erwartet
Bezüglich dem Ausblick für das Jahr 2019 geht die Konzernleitung der BLKB davon aus, weiter «profitabel und risikobewusst» wachsen zu können. Die nachhaltige Strategie eröffne der Bank «zusätzliche Wachstumsstrategien».
Für 2019 erwartet die BLKB ein Ergebnis auf Vorjahreshöhe. «Solange die schwierige Zinssituation und die Unsicherheiten aufgrund des Rahmenabkommens der Schweiz mit der EU, des Brexit und des Handelsstreits zwischen den USA und China anhalten, werden die Erträge unter Druck bleiben», schreibt das Finanzhaus.
Entsprechend treibe die BLKB ihre Diversifikation in zinsindifferente Geschäfte weiter voran.
«Wir investieren weiterhin in innovative Lösungen, in die Digitalisierung, unsere Filialen und in die Ausbildung unserer Mitarbeitenden, also überall dort, wo wir einen spürbaren Mehrwert für alle unsere Anspruchsgruppen schaffen können. Wachsen wollen wir insbesondere im Kommissionsgeschäft und mit gesamtheitlichen Beratungsansätzen», führt CEO John Häfelfinger aus. (red.)
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