26.02.2019 News aus der Region

Staatsanwaltschaft warnt vor Betrugs­masche im Internet

Täter geben sich als Supportdienst von bekannten Firmen aus und versuchen an Kreditkarten-Daten heran­zukommen.

Bild: pixabay.com

Die Basler Staatsanwaltschaft warnt am Dienstag vor einer Betrugsmasche im Internet: In den letzten Tagen hätten mehrere Personen Anzeige erstattet, weil sie mittels gefälschten Supportanrufen finanziell geschädigt worden seien. Die Schadenssumme bewegt sich pro Fall zwischen 500 und 1'000 Franken. 

Wie die Behörden mitteilen, würden sich die Täter am Telefon als Mitarbeiter von Microsoft oder anderen Supportfirmen ausgeben.

«Sie teilen mit, dass aufgrund einer Sicherheitslücke der Computer nicht mehr sicher sei. Dies erfordere eine sofortige Aktualisierung der Software, weil sonst alle Daten verloren gehen beziehungsweise der Rechner von Viren befallen sei oder gehackt wurde», so die Staatsanwaltschaft. 

Der angebliche Microsoft-Angestellte fordere das Opfer dann auf, mittels Kreditkarte oder E-Banking eine kleine Beratungsgebühr zu bezahlen.

Wer dieser Anweisung nachkommt, tappt in die Falle: In der Folge wird ein Programm heruntergeladen, das einen Fernzugriff auf den Computer ermöglicht – in der Fachsprache als «Fernwartungs-Software» bezeichnet. Werde dieser gewährt, so erhalte der Täter die Möglichkeit, den Computer auszuspähen und «so zu bedienen, wie wenn er selbst davor sitzen würde».

Wie die Staatsanwaltschaft weiter schreibt, würden die Täter zur Bezahlung des vermeintlichen Supports die angerufene Person auch auffordern, iTunes-Karten im Wert von mehreren hundert Franken zu kaufen, um damit die Dienstleistungen zu bezahlen. 

«Die Täterschaft verfolgt das Ziel, Zugriff auf E-Banking Daten sowie auf Kreditkartennummern und Pin-Codes zu erhalten. Im Weiteren sollen Personen dazu bewegt werden, entweder infizierte Websites zu besuchen oder Programme aus dem Internet herunterzuladen.»

Dadurch werde es für die Täter möglich, später auf das System zuzugreifen. Mit Kreditkarten von Geschädigten seien auch Bitcoins gekauft worden.

Die Täter sind laut Staatsanwaltschaft schwer zu identifizieren und zu ermitteln, da sie vom Ausland aus agieren würden. In aller Regel sei das Geld «unwiederbringbar verloren». (red.) 

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