Hundekot-Attacke gegen Haus von alt-Grossrat Michael Wüthrich
Politiker vermutet Zusammenhang mit seiner Forderung nach Leinenzwang in den Langen Erlen.
Einen unappetitlichen Fund musste der grüne alt Grossrat Michael Wüthrich diese Woche bei seinem Wohnort auf dem Bruderholz machen: Unbekannte hatten Säckchen mit Hundekot in seinen Vorgarten, vor die Haustüre und an den Fenstersims geworfen.
«Ich bin mir ja mittlerweile einiges an Anfeindungen gewohnt...», schreibt der Ex-Politiker auf seiner Facebook-Seite. Wie es bei ihm zuhause ausgesehen hat, dokumentiert er mit entsprechenden Fotos. So seien auch die heranwachsenden Tulpen und Narzissen im Beet vor seinem Haus (auf Allmend) abgerissen und weggekratzt worden.
Auffällig: Die umliegenden Häuser blieben von dergleichen Attacken verschont. Warum also wurde der grüne Exponent zur Zielscheibe? Auffindbar ist er leicht: Name und Adresse von ihm stehen im Telefonbuch.
Wüthrich hegt einen Verdacht, wie er gegenüber Prime News sagt: «Ich habe die Vermutung, dass der Vorfall mit dem von mir geforderten Leinenzwang in der Langen Erlen zu tun hat. Das ist aber eine Vermutung, Beweise habe ich keine», hält er fest.
In der Tat hatte die Forderung nach einer Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit heftige Gegenwehr ausgelöst. Bei der Petition «Keine Leinenpflicht für Hunde entlang der Wiese in der Langen Erlen» kamen rund 10'000 Unterschriften zusammen.
Am Dienstag gab die Regierung denn auch bekannt, von einem Leinenzwang nichts zu halten. Eigentlich eine Nachricht, welche «entschärfend» wirken sollte, was militante Hundekot-Aktionen betrifft. Die Indizien weisen indes stark darauf, dass hier eine «Sanktion» gegen einen Politiker vorgenommen wurde, der eine nicht genehme Meinung vertreten hat.
Dazu kann man nur folgendes kommentieren: Vollidioten! (ck)
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