06.03.2019 News aus der Region

Prattler Gemeinderat will Rohner AG vorläufig schliessen lassen

Die Chemiefirma verschwieg den Behörden ein Leck in ihrer Abwasserleitung, aus dem Industriewasser austrat.

Bild: Telebasel

In Pratteln kam es während der letzten Monate zu einer Verschmutzung des Grundwassers. Grund dafür war ein Leck in einer Abwasserleitung der Firma Rohner AG, aus dem Industriewasser austrat. Festgestellt wurde die Verunreinigung bei einer Routinemessung der Bau- und Umweltschutzdirektion am 25. Februar. 

Es habe nach Lösungsmitteln gerochen und das Wasser habe einen deutlich verminderten Sauerstoffgehalt und eine stark erhöhte elektrische Leitfähigkeit aufgewiesen, sagt Nico Buschauer, Sprecher der Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD), gegenüber der Basellandschaftlichen Zeitung. Wahrscheinlich sei das Leck schon vor mehreren Monaten entstanden.

Rohner AG entdeckte die undichte Stelle in ihrer Abwasserleitung am 12. Februar und reparierte sie noch am gleichen Tag. Nur unterliess es die Chemiefirma, dem Kanton Meldung zu erstatten – wozu sie verpflichtet wäre. Die Behörden haben nun Strafanzeige gegen unbekannt eingereicht.

Das Trinkwasser sei von der Verschmutzung nicht betroffen, liess der Kanton verlauten. Somit bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung.

Rohner AG fiel schon früher negativ auf

In Pratteln beurteilt man das Vorgehen der Chemiefirma als grob fahrlässig: «Der Gemeinderat ist befremdet über den Umgang mit der Sicherheit unserer Bevölkerung und fordert das Sicherheitsinspektorat auf, die Schliessung des Betriebes bis zum Vorliegen aller Abklärungen bezüglich Menge, Substanzen, Konzentration sowie weiterer Sicherheitsmängel zu prüfen», schrieb der Gemeinderat in einer Medienmitteilung vom Dienstagnachmittag.

Nicht nur liege der Industriebetrieb am Rande eines Wohngebietes, auch sei dies «nicht die erste Havarie bei der Firma RohnerChem AG». Das letzte Mal sorgte sie 2016 für Negativschlagzeilen, als es auf dem Firmengelände zu einer Explosion kam, bei der zwei Personen verletzte wurden.

Und auch mit Grundwasserverschmutzung hatte die Rohner AG schon einmal zu tun: 2005 musste man eine Bodenluft-Absaugung vornehmen, weil ausgelaufene Lösungsmittel zu einer «historischen Grundwasserbelastung» geführt hatten.  (kh)

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