Gefängnisausbruch: Insasse nutzte Baustellen-Situation aus
Der tunesische Häftling, der am Dienstag aus dem Bässlergut flüchtete, hatte offensichtlich eine Schwachstelle erkannt.
Am Dienstagnachmittag ist es einem tunesischen Häftling gelungen, aus dem Basler Gefängnis Bässlergut nahe der deutschen Grenze auszubrechen. Wenige Stunden später konnte er in Weil am Rhein wieder gefasst werden (Prime News berichtete).
Nun zeigt sich, wie dem 19-Jährigen – er befindet sich wegen mehrerer schwerer Delikte wie Raub und Erpressung in vorzeitigem Strafvollzug – die Flucht gelungen ist.
«Der Mann nutzte eine Schwachstelle der laufenden Bauarbeiten auf dem Bässlergut aus», erklärt Toprak Yerguz, Mediensprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements, auf Anfrage von Prime News. Auf dem Gelände wird derzeit für 40 Millionen Franken ein Erweiterungsbau errichtet.
Wie der Insassse im Detail vorgegangen ist, gibt die Polizei nicht bekannt. Dies sei auch noch Gegenstand von Ermittlungen. Als Sofortmassnahme seien Anpassungen im Baustellen-Konzept geprüft worden, erklärt Yerguz.
Es handle sich um den ersten geglückten Ausbruchsversuch seit der Inbetriebnahme des Bässlerguts im Jahr 2000. Da der Fluchtversuch aus einem Gefängnis nicht als Straftatbestand gilt, muss der tunesische Häftling nicht mit einem weiteren Verfahren rechnen. «Es können jedoch disziplinarische Massnahmen gegen die Person verfügt werden», sagt Yerguz.
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