13.06.2019 News aus der Region

Basler FDP fordert höheren Steuer­abzug für Kinder­betreuung

Der Maximal­betrag soll auf 25'000 Franken erhöht werden. Damit werde die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert.

Bild: Pixabay.com

Nachdem der Ständerat am Donnerstag beschlossen hat, den Abzug für die Kinderbetreuung bei der direkten Bundessteuer von 10'000 Franken auf 25'000 Franken zu erhöhen, will die Basler FDP auf kantonaler Ebene nachziehen. 

In einer Motion verlangt FDP-Grossrat Mark Eichner, dass der Kinderbetreuungs-Abzug auch in Basel-Stadt neu bei 25'000 Franken festgelegt wird. Diese Forderung entspriche einer «liberalen Antwort» auf den Wunsch nach der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, schreibt die Partei in einem Communiqué.

«Mit dem Vorstoss soll das Potenzial für unsere Wirtschaft bei jungen Frauen und Männern auch während deren Elternzeit besser ausgeschöpft werden. Statt der Ausdehnung staatlicher Leistungen oder Ansprüchen gegenüber den Arbeitgebenden sollen hierfür die richtigen Rahmenbedingungen für berufstätige Eltern geschaffen werden», hält die Basler FDP fest.

Mehr als die Hälfte der Frauen, die mit einem Partner zusammenleben und Kinder unter 12 Jahren haben, seien nicht oder mit einem Pensum von weniger als 50 Prozent berufstätig. Bei den alleinerziehenden Frauen sei der Anteil der Berufstätigen leicht höher.

«Ein wesentlicher Faktor hierfür ist der Umstand, dass der steuerlich abziehbare Betrag für Kinderbetreuungskosten auf maximal 10'000 Franken pro Kind und Jahr beschränkt ist, obwohl die Elternbeiträge für eine Betreuung an fünf Tagen pro Woche auch gemäss dem offiziellen Tarif 2‘200 Franken pro Monat respektive 26'400 Franken pro Jahr und Kind betragen», so die FDP.

Damit werde ein «unerwünschter negativer Anreiz» geschaffen. Die Motion von Mark Eichner sorge dafür, dass der negative Anreiz beseitigt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werde. (red.)

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