Basler Organisation Fairmedia sammelt für Spiess-Hegglin
70'000 Franken sollen per Crowdfunding für die Gerichtskosten von Jolanda Spiess-Hegglin zusammenkommen.
Vor gut vier Jahren brachte der Blick mit seiner Berichterstattung über Jolanda Spiess-Hegglin und einen Zuger Kantonsrat einen Skandal ins Rollen. Bekanntermassen ging Spiess-Hegglin wegen Persönlichkeitsverletzung juristisch gegen das Boulevardblatt vor.
Vor einem Monat wurde der Blick deswegen verurteilt. Doch der Prozess ist noch nicht zu Ende: Spiess-Hegglin klagt eine Entschuldigung ein. Und dafür braucht sie Geld.
Jetzt ruft die Basler Organisation Fairmedia zu einem Crowdfunding zugunsten von Spiess-Hegglin auf. 70'000 Franken sollen so zusammenkommen. «Bis heute hat der Justizmarathon Jolanda Spiess-Hegglin nicht nur Nerven und Kraft, sondern auch viel Geld gekostet», heisst es in der Medienmitteilung von Fairmedia, die sie am Dienstagvormittag publiziert hat.
Mit dem gesammelten Geld sollen die anfallenden Gerichtskosten für Spiess-Hegglin bevorschusst werden. Wie Fairmedia sagt, dürfe fehlendes Geld nicht darüber entscheiden, ob prozessiert wird oder nicht. Bekommt Spiess-Hegglin Recht, würden die Beträge wieder zurückvergütet.
Als weiteren Grund für die Unterstützung nennt Fairmedia die Motivation die Medienqualität in der Schweiz hochzuhalten. Ein rechtsgültiges Urteil würde vor weiterer persönlichkeitsverletzender Berichterstattung schützen. Ausserdem könnte mit dem Fall Spiess-Hegglin ein medienrechtlicher Präzedenzfall geschaffen werden.
Auch Ringier zieht das Gerichtsurteil weiter. Der Blick-Verlag bestreitet, dass es zu einer Persönlichkeitsverletzung von Spiess-Hegglin gekommen sei. (red)
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