04.06.2019 News aus der Region

Kantonsspital Baselland erwägt Neubau auf grüner Wiese

Nach der gescheiterten Spitalfusion werden bei der KSBL-Führung alle möglichen Szenarien diskutiert. Eine davon ist radikal.

Werden die KSBL-Standorte Bruderholz, Liestal (Bild) und Laufen zugunsten eines Neubaus aufgegeben? Bild: Kantonsspital Baselland

Nach der gescheiterten Spitalfusion deutet das Kantonsspital Baselland (KSBL) erstmals an, in welche Richtung es mit der Spitalgruppe und ihren drei Standorten Bruderholz, Liestal und Laufen gehen könnte.

In einem Interview mit der «Basellandschaftlichen Zeitung» spricht die interimistische Verwaltungsrats-Präsidentin Madeleine Stöckli von vier möglichen Szenarien, ohne sich jedoch festzulegen oder ins Detail zu gehen.

Eine Variante birgt indes Zündstoff. So bringt Stöckli einen «Neubau auf grüner Wiese» ins Spiel, der alle Dienstleistungen beinhalte, die das KSBL brauche. 

«Das wäre aus unserer Sicht am attraktivsten, da es am einfachsten wäre, ein ‹Spital der Zukunft› zu gestalten, anstatt um die bestehenden Gegebenheiten herum zu planen. Wir wurden explizit dazu angehalten, in alle Richtungen zu denken», so die VR-Präsidentin gegenüber der «Basellandschaftlichen Zeitung».

Ein solch radikaler Schritt würde das Aus aller gegenwärtigen Standorte bedeuten. Ein politischer Tsunami und Massendemonstrationen sind vorgezeichnet. Darauf angesprochen, hält Stöckli fest: 

«Wir entscheiden unternehmerisch, wie das KSBL in Zukunft erfolgreich sein kann. Aus staatspolitischer oder versorgungsrelevanter Sicht können andere Varianten vorteilhafter sein. Im Moment haben wir – und auch das Kader – klare Präferenzen. In den Wochen bis zum Abgabetermin müssen wir nun alle Varianten durchrechnen, ob sie auch finanziell tragbar sind.»

Die KSBL-Führung hat den Auftrag, der Regierung ihre Pläne über die künftige strategische Ausrichtung bis Ende Juni vorzulegen. Der Regierungsrat will dann im Herbst über das weitere Vorgehen entscheiden. (ck)

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