Meerschweinchen bei Tierheim in Einkaufstüte ausgesetzt
Die Stiftung TBB Schweiz reicht Strafanzeige ein.

Als die Mitarbeitenden des «Tierheim an der Birs» am Freitagmorgen des 7. Juni zur Arbeit erschienen, machten sie beim Eingang einen speziellen Fund: In einer Einkaufstüte entdeckten sie ein Meerschweinchen. Man habe inzwischen Strafanzeige eingereicht und suche nach Hinweisen, teilt die Stiftung TBB Schweiz am Montag mit.
Das Meerschweinchen sei vermutlich zwischen acht Uhr abends (6. Juni 2019) und sieben Uhr morgens (7. Juni 2019) ausgesetzt worden.
«Das Tier befand sich in einem Papiersack, der an die Aussentüre des Tierheims gehängt wurde. Im Sack befanden sich Heu, jedoch kein Wasser. Unsere Mitarbeitenden staunten nicht schlecht, als sie das Tier früh am Morgen vom 7. Juni 2019 entdeckten», schreibt die Stiftung TBB Schweiz in einem Communiqué.
Das Meerschweinchen habe sich glücklicherweise in einem «allgemein guten Zustand» befunden. «Es hatte leicht gerötete Hinterpfotenballen, etwas zu lange Schneidezähne und es war sehr gestresst. Mit 735 Gramm war das Tier nicht unterernährt.»
Das Aussetzen von Tieren bedeute einen Verstoss gegen das Tierschutzgesetz, hält die Stiftung TBB Schweiz fest. Aus diesem Grund habe sie Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht.
Die Bevölkerung bittet Sie um Mithilfe: Wer etwas über dieses Meerschweinchen weiss oder zum Vorgang des Aussetzens des Tiers vor dem «Tierheim an der Birs» beobachtet hat, kann seine Hinweise beim Tierfundbüro der Stiftung TBB (Kantonale Meldestelle für Fundtiere der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft) melden.
Das Tierfundbüro ist erreichbar unter Telefon 061 378 78 10 und tierfundbuero@tbb.ch. (red.)
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