05.07.2019 News aus der Region

Achtung: Fäkalbakterien im Trinkwasser in der Region

Das Leitungswasser in Liestal, Arisdorf, Lausen, Seltisberg, Lupsingen und Nuglar ist mit Kolibakterien belastet.

Symbolbild: pixabay.com

Update 19:02 Uhr: Die Brunnenmeister in den betroffenen Gemeinden werden in den nächsten Stunden Chlor durch die Leitungen pumpen. Dies teilte der Kantonale Krisenstab (KKS) mit. Das Chlor dient dazu, die mikrobakteriellen Verunreinigungen zu beheben.

Der KKS weist darauf hin, dass das Chlor im Wasser geschmacklich zwar wahrgenommen werden könne, für den Menschen jedoch ungefährlich sei.

Die empfohlenen Massnahmen gelten weiterhin: das Wasser vor der Benützung mindestens drei Minuten abkochen!

Gemäss KKS muss sich die Bevölkerung darauf einstellen, dass die Situation bis Donnerstag, 11. Juli, andauert.

Update 16:44 Uhr: Das Kantonsspital Baselland (KSBL) in Liestal teilt mit, dass für seine Patienten und Mitarbeiter keine Gefährdung bestehen würde. Man habe umgehend Massnahmen eingeleitet und verfüge über genügend Trinkwasserreserven.

Zudem habe auf der Notfallstation bisher keine Häufung von entsprechenden Symptomen (Magen-/Darmbeschwerden, Durchfall) festgestellt werden können. 

Messungen des Baselbieter Amts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen im Auftrag der Stadt Liestal haben ergeben, dass sich Fäkalbakterien im Trinkwasser der Stadt befinden. Dies teilte die kantonale Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion (VGD) heute mit.

Betroffen sind auch die  Gemeinden Arisdorf, Lausen, Seltisberg, Lupsingen und Nuglar, da sie von der Stadt Liestal Trinkwasser bezogen haben. Die Gründe der Verunreinigung sind noch unklar. Es könne aber mehrere Tage dauern, bis sämtliche Leitungen dekontaminiert seien.

Die Einwohnerinnen und Einwohner der betroffenen Ortschaften werden von den Behörden dringend aufgefordert, das Trinkwasser abzukochen. Durch das Abkochen werden Mikroorganismen abgetötet.

Das Leitungswasser muss mindestens drei Minuten abgekocht werden. Babynahrung möglichst nur mit Mineralwasser zubereiten. Lebensmittel, die roh verzehrt werden (zum Beispiel Salat oder Gemüse) sollten ebenfalls nur mit abgekochtem Wasser abgespült werden.

Die Verwendung von Wasser für die persönliche Körperhygiene (z.B. Duschen) stellt hingegen kein Problem dar. 

Der Krisenstab hat inzwischen eine Hotline für die Bevölkerung eingerichtet: 0800 800 112. (Red.)

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