Auch in Basel sind falsche Polizisten unterwegs
Mit perfiden Tricks locken angebliche Beamte ihre Opfer in die Falle. Meistens geht es um Geld oder Wertsachen.

Anfang Juli wurde bekannt, dass im Baselbiet wieder einmal falsche Polizisten unterwegs sind. Nun häufen sich solche Fälle offenbar auch in Basel-Stadt. Wie die Staatsanwaltschaft heute Nachmittag mitteilte, warne man die Bevölkerung eindringlich zur Vorsicht.
Die angeblichen Beamten locken ihre Opfer mit perfiden Tricks in die Falle. Die Staatsanwaltschaft schildert in ihrer Mitteilung den Fall einer Frau, der die Täter 30'000 Franken abgeknüpft haben.
Demnach wurde wurde die 65-Jährige mehrmals von einer Hochdeutsch sprechenden «Polizistin» telefonisch kontaktiert, weil die grosse Gefahr bestehe, dass ihr Geld gestohlen werden könnte.
Es seien nämlich Einbrecher im Quartier unterwegs, welche es auch auf sie abgesehen hätten. Die «Polizistin» erklärte, dass sie die 65-Jährige als Lockvogel einsetzen wolle, um so der Täter habhaft werden zu können.
Die Frau wurde daraufhin aufgefordert, ihr Geld bei der Bank zu beziehen und dieses bei der Kriminalpolizei in Strassburg (Frankreich) zu deponieren.
In der Folge bezog die 65-Jährige das Geld bei ihrer Bank, fuhr mit dem Zug nach Strassburg und wurde dort von der «Polizistin» telefonisch angewiesen, zu einem Schnellimbissrestaurant und von dort aus zu einem weiteren Restaurant zu gehen.
Dort musste die 65-Jährige dann das Geld in einem Mülleimer deponieren. Anschliessend fuhr sie nach Basel zurück.
Betrüger wenden oft dieselbe Masche an
Wie bei den Vorfällen im Baselbiet sprechen also auch die Basler «Polizisten» Hochdeutsch und nehmen über gefälschte Rufnummern mit ihren Opfern Kontakt auf. Die Masche ist oft dieselbe und läuft in vielen Fällen ähnlich ab wie im soeben beschriebenen: Die potenziellen Opfer werden aufgefordert, den «Polizisten» Geld oder Wertsachen zu übergeben. Begründet wird dies mit der angeblichen Gefährdung des Opfers, etwa durch Einbrecher.
Die Staatsanwaltschaft weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass richtige Polizisten niemals nach Geld oder Werstachen fragen würden. Man solle demnach schon bei dem geringsten Zweifel, ob es sich bei dem Gegenüber um einen richtigen Beamten handelt, die Notrufnummer 117 wählen.
Weiter empfiehlt die Stawa, gegenüber Fremden, die Fragen nach der persönlichen Wohn- und Vermögenssituation stellen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Auf gar keinen Fall solle man Kreditkartennummern, Pin Code, Passwörter oder Bankkartennummern an Unbekannte weitergeben. (ost)
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