02.07.2019 News aus der Region

Politiker und Anwohner fordern Neugestaltung des Rheinbords

Die Kleinbasler Seite des Rheins soll neu konzipiert werden, um den wachsenden Menschenansammlungen gerecht zu werden.

Bild: Oliver Sterchi

Dieser Tage zieht es die Menschen in Basel wieder massenhaft an den Rhein: Vor allem das Kleinbasler Ufer ist in den Sommermonaten dicht bevölkert. Man trinkt Bier, hört Musik und geniesst die Sonne.

Dass das den Awohnern zuweilen auf die Nerven geht, ist eine altbekannte Geschichte. Das Problem wird zusätzlich dadurch verschärft, dass nur einzelne Abschnitte des Rheinufers wirklich nutzbar sind, insbesondere ab der Mittleren Brücke abwärts, wo die Ufertreppen beginnen. 

Das führt dazu, dass sich ein Grossteil der Besucher und damit auch des Lärms und des Abfalls an einzelnen neuralgischen Punkten konzentriert.

Basler Politiker und Anwohner fordern nun eine grundsätzliche Neugestaltung des Rheinbords. Der Kanton hat zwar bereits vor zehn Jahren entsprechende Pläne ausgearbeitet, diese dann aber aus Spargründen wieder schubladisert. Dies berichtete die «bz Basel» in ihrer Ausgabe von heute.

Demnach solle die jetzige, etwas monoton daherkommende Betonpromenade aufgewertet werden, indem man beispielsweise verschiedene Sektoren schafft, wie kleine Strände oder Parks. Indem auch der Schaffhauserrheinweg oberhalb der Mittleren Brücke miteinbezogen wird, sollen sich die Besucher künftig zudem über einen längeren Uferabschnitt verteilen, so jedenfalls die Idee.

Das Komitee «Kulturstadt Jetzt» und der Verein «Rheinpromenade Kleinbasel» fordern in diesem Zusammenhang einen neuen Projektwettbewerb für die Gestaltung der Wohn- und Freizeitzone Rheinufer, der die alten Pläne des Kantons aktualisieren soll.

«Ja, eine Neuauflage des Projektwettbewerbs wäre durchaus angezeigt», sagte FDP-Grossrat Christian Moesch gegenüber der «bz Basel». Moesch ist auch Mitglied von «Kulturstadt Jetzt».

Wie die Zeitung weiter berichtete, wäre das Basler Planungsamt einer Aktualisierung des alten Konzepts nicht abgeneigt — vorausgesetzt, das Parlament erteilt einen entsprechenden Auftrag. Oder aber das Volk. Gemäss Moesch wäre nämlich auch die Lancierung einer Volksinitiative ein gangbarer Weg. (ost)

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