07.09.2019 News aus der Region

Finanz­debakel beim Histo­rischen Museum Basel

Dem HMB fehlt mindestens eine Million Franken, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können.

Auf das Historische Museum kommen schwierige Zeiten zu. Bild: HMB

Das Historische Museum Basel (HMB) steckt in einer ernsten finanziellen Schieflage: Dies berichteten gestern verschiedene regionale Medien. Demnach fehlen dem HMB eine Million Franken jährlich, um nur schon den Betrieb aufrecht erhalten zu können.

Doch damit nicht genug: Auch hinsichtlich der Stellen ist das Museum unterdotiert. Eine externe Betriebsanalyse kommt zum Schluss, dass dem HMB mindestens 5,5 Stellen fehlen, um seinen Leistungsauftrag adäquat erfüllen zu können.

Hinzu kommt ein regelrechtes Chaos bei der Inventarisierung: Wie HMB-Direktor Marc Fehlmann vor den Medien zugeben musste, sind zwei Drittel der Exponate nicht mehr lokalisierbar. Mit anderen Worten: Die Museumsleute haben keine Ahnung, wo sich ihre Objekete befinden.

Politiker fordert Köpferollen

Anlasten kann man dieses Debakel allerdings nicht Fehlmann oder Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann, sondern vielmehr deren Vorgängern. Doch die beiden müssen die Suppe nun auslöffeln.

Darauf, dass die Politik das Finanzloch stopft und die nötigen zusätzlichen Mittel bereitstellt, wie sie das zuletzt beim Kunstmuseum getan hatte, kann Fehlmann allerdings nicht setzen: Die Basler Regierung hat bereits angetönt, dass das HMB den Gürtel nun enger schnallen muss. Der Leistungsauftrag soll den vorhandenen Mitteln angepasst werden.

In den sozialen Medien wird das HMB-Debakel bereits angeregt diskutiert. Auch die Politik schaltete sich ein. So forderte SVP-Grossrat Joël Thüring auf Twitter etwa die Absetzung von Museumsdirektor Fehlmann:

Text: ost

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