27.09.2019 News aus der Region

SP-Politiker sorgen sich um Trink­wasser im Hard­wald

Das Nah­erhol­ungs­gebiet ist bis Ende Jahr gesperrt. Die SP will wissen, welche Aus­wirkungen dies auf die Wasser­ver­sorgung hat.

Bild: Amt für Wald beider Basel

Der Hardwald spielt eine wichtige Rolle für die Trinkwasserversorgung in der Region: Das Grundwasser, das dort aus dem Boden gepumpt wird, versorgt die Menschen in der Stadt und der Agglomeration mit dem grundlegendsten aller Lebensmittel.

Das grüne Herz Basels befindet sich allerdings in einem kritischen Zustand: Seit Juli ist der Hardwald für Besucher weitgehend gesperrt. Dies aufgrund des heissen und trockenen Sommers 2018, der über 6'000 Bäume absterben liess. Die Baumleichen bilden eine Gefahr für Waldgänger, etwa durch herabfallende Äste.

Die SP-Sektionen in den beiden Basel sorgen sich deshalb um die Stabilität der Trinkwasserversorgung. Im Basler Grossen Rat wie auch im Liestaler Landrat haben die Genossen zwei identische Vorstösse dazu eingereicht.

Darin wollen sie von der jeweiligen Regierung wissen, welche Auswirkungen die Sperrung des Hardwaldes auf die Wasserversung haben. Gezeichnet wurden die Vorstösse von Roman Brunner (BL) und Lisa Mathys (BS).

«Der Zustand des Hardwaldes ist alarmierend. Die Arbeiten zur Trinkwassergewinnung wurden aufgrund der massiven Trockenheitsschäden im Wald erheblich beeinträchtigt», heisst es in den Vorstössen.

Es sei daher unerlässlich, dass die Mitarbeiter der Hardwasser AG, welche sich um die Anlagen kümmern, den Wald sicher betreten können. 

Die beiden SP-Politiker wollen von den Regierungen insbesondere wissen, ob und wie sich diese an den Instandstellungsarbeiten im Hardwald beteiligen.

Der Wald gehört der Basler Bürgergemeinde. Die Hardwasser AG hingegen, die für die Trinkwassergewinnung zuständig ist, befindet sich im Wesentlichen im Besitz der beiden Kantone.

Die Kosten für die Sicherheitsabholzung, Wiederaufforstung und Pflege der Jungbäume schätzt die Basler Bürgergemeinde auf vier Millionen Franken. Darin sind die Kosten für die Sicherung der Trinkwasser-Aufbereitung allerdings noch nicht enthalten.

Mathys und Brunner fragen deshalb an, ob die Kantone der Basler Bürgergemeinde diesbezüglich finanziell unter die Arme greifen können. (ost)

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