Falsche Polizisten schlagen schon wieder zu: Rentnerin verliert 35'000 Franken
Die 84-jährige Frau hatte nach Telefonanrufen das Geld bei der Bank abgehoben und auf dem Bruderholz übergeben.

Bereits zum dritten Mal in drei Tagen warnt die Basler Staatsanwaltschaft vor Betrügern, die mit gefälschten Rufnummern zum Hörer greifen und sich als Polizisten ausgeben (Prime News berichtete). Erst am Montag waren einer 77-jährigen auf diese Weise 90'000 Franken abgeknöpft worden.
Trotz den mehrfachen Hinweisen der Behörden fallen jedoch weiterhin ältere Menschen auf die fiese Masche der Kriminellen herein.
So teilt die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit, dass erneut eine 84-jährige Frau einen hohen Geldbetrag verloren habe – konkret handelt sich um den Betrag von 35'000 Franken. Die Rentnerin hatte am Mittwoch mehrere Telefonanrufe von einer angeblichen «Polizistin» erhalten.
«Diese erklärte, dass die Polizei mehrere Personen festgenommen habe. Dabei habe man ein Notizbuch sichergestellt, in welchem ihr Name und ihre Bankkontodaten notiert seien. Es bestehe die grosse Gefahr, dass ihr Geld abgehoben werde», schreibt die Staatsanwaltschaft.
Um dies zu verhindern, sei die 84-Jährige eindringlich aufgefordert worden, sofort ihr Geld bei der Bank zu beziehen und der Polizei zu übergeben. Eine «Polizistin» habe sie angewiesen, mit einem Taxi zu einem Restaurant auf dem Bruderholz zu fahren.
Die Rentnerin bezog tatsächlich das Geld bei der Bank, fuhr an besagten Ort und übergab – wie von der «Polizistin» angeordnet – die 35'000 Franken einem Mann. Anschliessend kehrte sie nach Hause zurück. (red.)
Hinweise und Ratschläge der Basler Staatsanwaltschaft
- Die Polizei fordert nicht auf, Geld bei einer Bank bzw. einem Finanzinstitut abzuheben
- Ebenso wenig fordert die Polizei auf, Geld aus Gründen der Sicherheit in einen anderen Kanton bzw. ins Ausland zu bringen
- Die Polizei verlangt nicht, dass man ihr Geld oder Schmuck bzw. weitere Wertgegenstände aushändigt
- Haben Sie geringste Zweifel, ob es sich um echte Polizisten handelt, nehmen Sie unverzüglich über Notruf 117 mit der Kantonspolizei Kontakt auf. Empfehlungen der Staatsanwaltschaft
- Seien Sie misstrauisch gegenüber unbekannten Anrufern oder fremden Personen, die sie auf der Strasse ansprechen
- Werden Sie von verdächtigen Personen oder vermeintlichen Angehörigen (Enkeltrickbetrug) kontaktiert, so informieren Sie unverzüglich die Polizei über die Notrufnummer 117
- Gewähren Sie keinen fremden Personen Zutritt zu Ihrer Wohnung bzw. zu Ihrem Haus
- Geben Sie keinerlei Auskünfte über Ihre Vermögenssituation bzw. über vorhandenes Geld, Schmuck und Wertsachen
- Bewahren sie keine grösseren Geldbeträge Zuhause auf
- Geben Sie keine Auskunft, ob Sie alleine wohnen
- Geben Sie keine Auskünfte über Ihr Alter, Zivilstand, Beruf und Gesundheitszustand
- Geben Sie keine Kreditkartennummern, Pin Code, Passwörter und Bankkartennummern bekannt
- Gewähren Sie keinen Unbekannten (Fremd-) Zugriff auf Ihren PC oder Ihr Smartphone
- Sollte sich jemand als Polizist oder Kriminalbeamtin ausgeben und sie auffordern, Geld bei einer Bank bzw. einem Finanzinstitut abzuheben und dieses aus Gründen der Sicherheit zivilen Beamten zu übergeben, so verständigen Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 117
- Sollten Sie Opfer einer dieser Betrugsmaschen (falsche Polizisten, Enkeltrick etc.) geworden sein, so kontaktieren sie unverzüglich die Polizei.
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