11.12.2019 News aus der Region

Basel­bieter Sport­journalisten boykottieren «Sports Awards»

Aufgrund der Nicht-Nomination von Andy Schmid haben sich Basel­bieter Sport­journalisten dazu entschieden, die Preis­verleihung zu meiden.

Der Handballer Andy Schmid zählt zu den besten seiner Sportart und spielt in der Bundesliga bei den Rhein-Neckar Löwen. Bild: Facebook Rhein-Neckar Löwen

Am kommenden Sonntag werden bei den alljährlichen «Sports Awards» wieder die Schweizer Sportlerinnen und Sportler des Jahres gekürt. Einer fehlt diesmal aber auf der Nominations-Liste: Der Schweizer Handball-Nationalspieler Andy Schmid.

Diese Nicht-Nomination sorgt bei der Vereinigung Basellandschaftlicher Sportjournalisten (VBLSJ) für rote Köpfe. Per Vorstandsbeschluss hätten sie sich zum Boykott entschieden, teilen sie in einem Communique mit.

Dass Schmid, der als «Roger Federer des Handballs» gilt, weder für die Wahl des besten Einzelsportlers noch für die neue Kategorie des «Most Valuable Player» nominiert wurde, erachten die Baselbieter Sportjournalisten «schlicht als Skandal».

Sie äussern «grösste Zweifel an der Fachkompetenz des Gremiums, welches die entsprechende Vorauswahl getroffen hat», hält Vereinigungs-Präsident Meinrad Stöcklin fest.

«Undurchsichtige Listen»

Die Vereinigung kritisiert zudem fehlende Transperenz. Es sei nicht ersichtlich, warum Andy Schmid in keiner Kategorie der Sports Awards berücksichtigt wurde. 

Dies wecke «ungute Gefühle, ist der Nährboden für Gerüchte und Mutmassungen und schadet dem Ansehen und der Glaubwürdigkeit des Schweizer Sports und des Sportjournalismus in der Schweiz überhaupt», heisst es weiter. Auch weitere Sportler seien aus «undurchsichtigen Gründen» übergangen worden.  

«Die Sektion Basel-Landschaft von sportpress.ch ist sich durchaus bewusst, dass sie mit diesem Vorpreschen womöglich Schaden anrichtet», fügt die Sportjournalisten-Vereinigung an. Der Ursprung des Problems liege jedoch in den «undurchsichtigen Listen» der Kandidaten. Mit der Pressemitteilung würden sie bewusst für Transparenz sorgen wollen und «hoffentlich eine Diskussion auslösen». (ms)

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