Basler Unispital schafft Boni für Orthopäden ab
Der Systemwandel soll gemäss Spitalleitung «unnötige Eingriffe» verhindern. Das neue Regime gilt ab Anfang 2020.

Das Basler Unispital will «unnötigen Eingriffen» vorbeugen und streicht deshalb die Boni bei seinen Orthopäden. Das bedeutet, dass die Ärzte künftig Fixlöhne erhalten, und nicht wie bis anhin pro geleistete Operation entschädigt werden. Dies berichtete heute das SRF-Regionaljournal.
Die Überlegung dahinter: Wenn die Orthopäden nicht mehr finanziell davon profitieren, möglichst viele Operationen vorzunehmen, dann wägen sie besser ab, welcher Eingriff wirklich nötig ist und welcher nicht.
Wie das «Regionaljournal» weiter berichtet, seien nämlich 30 Prozent der orthopädischen Eingriffe in der Region nicht erklärbar. Dies habe eine Studie der Gesundheitsdirektionen von Basel-Stadt und Baselland ergeben. Mit anderen Worten: Sie waren aus medizinischer Perspektive nicht zwingend.
«Die Einführung der Fixlöhne ist eine Grundlage dafür, dass wir die richtige Operation in der richtigen Qualität für die richtige Patientin anbieten und nicht irgendetwas anderes», sagte Werner Kübler, Direktor des Basler Unispitals, gegenüber dem «Regionaljournal».
Die neue Regelung gilt ab Anfang 2020. (red)
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