Grünen-Grossrätin Lea Steinle tritt nach drei Jahren zurück
Durch «Baby-Gate» wurde sie bekannt, nun gibt sie ihr Mandat wegen einer beruflichen Neuorientierung ab.

In ganz Basel bekannt wurde Grünen-Grossrätin Lea Steinle 2018, als sie von Ratspräsident Remo Gallacchi (CVP) vor die Tür gestellt wurde, weil sie ihren zwei Monate alten Sohn bei sich hatte. «Baby-Gate»-Schlagzeilen machten danach in der ganzen Schweiz die Runde. Zuletzt wurde Steinle für die Nationalratswahlen vom 20. Oktober aufgestellt.
Nun tritt sie wegen einer «beruflichen Neuorientierung» per Ende Februar aus dem Grossen Rat zurück. Dies teilen die Basler Grünen am Freitagmorgen mit.
Im Sommer hat Steinle eine neue Stelle als Projektleiterin «Bildung für Nachhaltige Entwicklung» in Bern angetreten, heisst es in der Medienmitteilung. Die Dreifachbelastung von Politik-Familie-Beruf sei nun für sie nicht mehr vereinbar.
«Die Grünen Basel-Stadt bedauern dies sehr, danken für das grosse Engagement und wünschen Lea Steinle für die Zukunft alles Gute!», heisst es im Communiqué.
Steinle rückte nach den Erneuerungswahlen 2016 ins Parlament nach. Sie war während dieser Zeit in der Bildungs- und Kulturkommission, der Regiokommission und in der Delegation des Districtrats tätig. Dieses Jahr wechselte sie in die Geschäftsprüfungskommission.
«Als Grossrätin setzte sie sich für eine menschenfreundliche Stadtentwicklung und vor allem auch für die Gleichstellung ein», heisst es weiter. Dass es bei der Umsetzung der Istanbul-Konvention und dem Vaterschaftsurlaub für Kantonsangestellte vorwärts gehe, sei ihren Vorstössen zu verdanken.
Wer nun für Steinle im Grossen Rat nachrückt, wird in der Medienmitteilung nicht bekanntgegeben. (red)
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