12.01.2020 News aus der Region

Anwohner und Vereine wehren sich gegen Rhein-Terrassen

Im Rahmen der Baumesse «IBA» soll entlang des Oberen Rhein­wegs ein Holzgerüst entstehen. Dagegen regt sich Widerstand.

Im Sommer findet in Basel die Internationale Bauaustellung IBA statt. Mit der Messe, die unter anderem vom Kanton Basel-Stadt sowie diversen Gemeinden im Dreiland getragen wird, soll die grenzüberschreitende Stadt- und Landschaftsplanung gestärkt werden.

Neben den diversen Rahmenveranstaltungen haben sich die Organisatoren ein besonderes Highlight ausgedacht: So soll entlang des Oberen Rheinwegs eine Holzterrasse entstehen, die von Spaziergängern und Rheinschwimmern als Aussichts- und Erholungsplattform genutzt werden kann.

Das Gerüst soll Platz für bis zu 150 Personen bieten und während drei Jahren das Kleinbasler Uferbild prägen.

Das passt allerdings nicht allen: Diverse Anwohner und Vereine haben Einsprache gegen das Projekt erhoben, darunter auch der «Neutrale Quartierverein Oberes Kleinbasel» sowie der Verein «Rheinpromenade Kleinbasel». Dies geht aus einer Medienmitteilung hervor, die die beiden Vereine am Sonntagnachmittag verschickt haben.

Am Oberen Rheinweg, «einem der idyllischsten Orte der Stadt», brauche es keine 28 Meter lange Holztribüne mit 150 Plätzen, heisst es in der Mitteilung. 

Und weiter: «Anstatt das hochgradig geschützte Ortsbild zu erhalten, wird dem Ort der Stempel der Internationalen Bauausstellung IBA aufgedrückt».

Bedenken wegen der Sicherheit

Die beiden Vereine äussern auch sicherheitstechnische Bedenken. So sind etwa auf den Terrassen keine Geländer vorgesehen — es besteht also eine potenzielle Sturzgefahr, umso mehr, als dass das Rheinufer am Abend gerne von Menschen genutzt wird, die sich ein oder zwei oder noch mehr Bierchen gönnen.

«Besonders bei Veranstaltungen mit grossem Besucherandrang (Rheinfeuerwerke, Imfluss-Festival) und entsprechendem Gedränge, dürfte es zu gefährlichen Situationen kommen», schreiben die Vereine dazu.

Sie weisen zudem darauf hin, dass das Rheinufer bereits heute intensiv genutzt werde — zum Leidwesen mancher Anwohner. Eine Attraktion wie die Holzterrassen würde nur noch mehr Menschen anziehen.

Dies widerspreche der Absicht des Kantons, «die Aktivitäten und Nutzungen des ganzen Rheinufers differenziert und unter Berücksichtigung der Interessen aller Anspruchsgruppen zu fördern».

Gemäss dem News-Portal «Onlinereports» haben auch diverse Anwohner sowie der Basler Heimatschutz Einsprache gegen das Projekt erhoben. Die Einsprachefrist endet am 14. Januar. (ost)

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