Jeder vierte Zug von Basel nach Zürich hatte 2019 Verspätung
Die Intercity-Züge der SBB sind häufig verspätet. Die S-Bahnen hingegen sind deutlich verlässlicher.

Wer regelmässig nach Zürich pendelt, wird ab und an die SBB verfluchen: Denn die Intercity-Züge von Basel an die Limmatstadt sind regelmässig verspätet. Konkret fuhr auf dieser Strecke letztes Jahr jeder vierte Schnellzug eine Verspätung von drei Minuten oder mehr ein.
Schweizweit betrug die Pünktlichkeitsquote der Intercity-Züge 2019 knapp 86 Prozent. Das bedeutet, dass 14 Prozent der Züge verspätet waren. Dies hat die «NZZ am Sonntag» anhand von Angaben der Webseite «pünktlichkeit.ch» errechnet.
Stark frequentierte Strecken lagen teilweise allerdings deutlich unter diesem Durchschnittswert. Nicht nur von Basel nach Zürich waren die Züge besonders häufig verspätet, sondern auch zwischen Zürich und Bern oder zwischen Bern und Thun.
Wenn man sich die Werte der Strecken von und nach Basel SBB anschaut, ergibt sich teilweise ein noch miserableres Bild, was die Pünktlichkeit angeht. So traffen lediglich zwei Drittel der Intercity-Züge aus Liestal pünktlich in Basel ein. Ein Drittel war verspätet. Und auch bei der Strecke Olten-Basel lag die Quote unter 75 Prozent.
Die S-Bahnen hingegen sind deutlich pünktlicher unterwegs. Bei der S3 beispielsweise betrug die Pünktlichkeit 2019 über 90 Prozent.
Die «NZZ am Sonntag» hält derweil fest, dass diese Zahlen mit Vorsicht zu geniessen seien. Sie würden lediglich die Verlässlichkeit der einzelnen Züge angeben.
Sie sagen damit noch nichts darüber aus, wie viele Passagiere effektiv zu spät an ihrem Ziel angekommen sind. Dazu publizieren die SBB jeweils im Frühling die gewichtete Kundenpünktlichkeit. Diese lag über das ganze Netz im Jahr 2018 bei 90,1 Prozent. (red)
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