Nachdenkliche Töne an Auftakt zu Basler Neujahrs-Events
Die grosse Apéro-Zeit ist eröffnet: Am Empfang der Mittelstand-Vereinigung thematisierte Präsident Remo Ley die Klima-Debatte.

Mit der Mittelstands-Vereinigung Basel hat am Montag der Reigen der diversen Neujahrs-Anlässe seinen Auftakt genommen. Im neuen Hotel «SET» des Teufelhofs empfing Präsident Remo Ley die geladenen Gäste aus Politik und Wirtschaft.
Bevor er das Wort ergriff, gab Raphael Wyniger, Betreiber des Teufelhofs und Inhaber der Wyniger-Gruppe, einen mit witzigen Pointen angereicherten Einblick in die Entstehung des 2018 eröffneten Hotels. Aus unternehmerischer Sicht sei es mit dem zusätzlichen Übernachtungsangebot möglich, den Teufelhof langfristig auf finanziell sichere Beine zu stellen.
Er bedankte sich explizit bei SP-Regierungsrat Hans-Peter Wessels für die behördliche Unterstützung während dem Bauverfahren, was von den Zuhörern mit allgemeiner Heiterkeit und einigen Sprüchen quittiert wurde. Das «SET» sei sehr gut angelaufen, der Buchungsstand erfreulich, meinte Wyniger zufrieden.
Nachdenklich fiel dann die Rede von Mittelstand-Präsident Remo Ley aus. Zwar habe er ausdrücklich nicht über die allgegenwärtige Diskussion um das Klima eingehen wollen, sich dann aber doch dazu entschieden. «Nervt uns das Thema, belächeln wir es oder sind wir beunruhigt?», fragte er mehrfach in die Runde.
Er frage sich, weshalb zum Beispiel das traditionelle Feuerwerk in Basel reduziert wurde. «Wenn es doch schädlich ist, warum lassen wir es dann nicht gleich ganz bleiben?» Sei denn «Busse getan» und Klimaneutralität hergestellt, wenn als Gegenleistung irgendwo auf der Welt die Pflanzung einiger Bäume finanziert würde?
Auf der anderen Seite, so Ley, sei eine «gesunde Klimapolitik» notwendig – das machten die diversen Umweltkatastrophen und Temperaturveränderungen unmissverständlich klar. «Was mich bedrückt ist die politische Reaktion auf all diese Vorkommnisse: Die 25. Klimakonferenz der UNO fasste im Dezember nicht einen einzigen verbindlichen Beschluss».
Ley kam schliesslich auf die beiden «Zämme besser»-Initiativen des Basler Gewerbeverbands zu sprechen, die im Februar zur Abstimmung kommen. Hier weibelte er für ein zweifaches Ja.
Was die Basler CVP anbelangt – zahlreiche Parteimitglieder gehören auch der Mittelstands-Vereinigung an –, hielt er mit Blick auf die Gesamterneuerungswahlen im Oktober fest: «2020 wird für die CVP Basel-Stadt ein Schicksalsjahr». Es handle sich um eine Partei, welche die starke Mitte verkörpere und gerade deshalb die Wahl verdient habe.
Demokratie funktioniere aber nur, wenn die Menschen nicht an der Nase herumgeführt würden. «Und Demokratie funktioniert nur dann, wenn Sie abstimmen gehen», hielt Remo Ley zum Schluss fest.
Den Abschluss des Anlasses bildete ein mit viel Applaus gewürdigter Vortrag der jungen Slam-Poetry-Künstlerin Romina Leuenberger. (ck)
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