Biozentrum-Debakel: Untersuchung kostet eine Million Franken
Die Parlamentarische Untersuchungskommission will ihren Bericht bis Ende 2021 vorlegen.
Der Grosse Rat hat Anfang Jahr beschlossen, zur Prüfung der Missstände rund um den Neubau des Biozentrums eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) einzusetzen.
Nun steht fest, was das Unterfangen kosten wird: eine Million Franken. Dies geht aus einem am Freitagmorgen veröffentlichten Antrag des Ratsbüros an das Parlament hervor.
Die PUK soll zudem die Möglichkeit erhalten, beim Grossen Rat einen Zusatzkredit zu beantragen, falls der Untersuchungsaufwand diesen finanziellen Rahmen übersteigt.
Das Ratsbüro weist darauf hin, dass der Betrag von einer Million Franken angesichts der Kostenüberschreitungen beim Biozentrum von mutmasslich bis zu 110 Millionen Franken «zu vertreten» sei.
So soll der PUK etwa ein Sekretariat im Umfang eines 50-Prozent-Pensums beiseitegestellt werden, um die komplexe Untersuchung administrativ zu begleiten.
Zudem benötigt die Kommission Sitzungs- und Arbeitsräume im Rathaus mit «abschliessbarem Mobiliar» sowie eine eigene IT-Infrastruktur.
Konkret hat die PUK den Auftrag, die «massiven Kostenüberschreitungen» sowie die «zeitlichen Verzögerungen» beim Neubau des Biozentrums zu untersuchen. Dafür will sie unter anderem Akten einsehen, Anhörungen durchführen und Experten beiziehen.
Ursprünglich hätte der Prestige-Bau der Universität 2017 eröffnet werden sollen. Inzwischen gehen die Regierungen beider Basel von einer Eröffnung im 2021 aus. (red)
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