18.03.2020 News aus der Region

Statt Ware weg­zuwerfen: Blumen-Geschenk für Spital­personal

Schöne Aktion: Au Bouquet-Inhaber Andreas Bertschmann überraschte Ärzte und Pflegende des Clara­spitals.

Ein grosses Danke­schön, ausgedrückt mit Blumen: Andreas Bertschmann mit Mitarbeitenden des Claraspitals. Bild: zVg

Wie für viele Gewerbetreibende in der ganzen Schweiz, sind auch die Zeiten für Blumen Au-Bouquet-Inhaber Andreas Bertschmann derzeit äussert hart.

In seinem Geschäft an der Elisabethenstrasse darf er zwar noch Produktion und Atelier weiterführen und Bestellungen ausliefern, ansonsten aber ist der Laden geschlossen. So sehen es die Anordnungen des Bundesrats vor.

Für seine 16 Angestellten musste der KMU-Geschäftsführer Kurzarbeit beantragen. «Ich durchlaufe derzeit ein Wechselbad der Gefühle: Manchmal bin ich total verzweifelt, manchmal fasse ich neuen Mut.» Die Schwierigkeit sei die Ungewissheit und die Ohnmacht. Eine solche Krise habe es bislang nicht gegeben und niemand wisse, wie man sich am besten verhalten soll.

«Klar ist: Der Staat muss jetzt rasch Hilfe leisten. Ansonsten droht vielen kleineren und mittleren Unternehmen das abrupte Ende», hält Bertschmann fest.

Blumengeschenk als Zeichen des Danks

Der Lockdown des Bundesrats am Montag brachte es mit sich, dass er viele vorbereitete Blumen verschiedenster Sorten nicht mehr verkaufen konnte.

Statt das vergängliche Material einfach zu entsorgen, entschloss Bertschmann, jenen eine Freude zu bereiten, die sich derzeit mit grossem Engagement für die kranken Menschen einsetzen.

Bild: zVg
Bild: zVg

Also wurden Ärzteschaft und Pflegepersonal im Claraspital mit Blumesträussen, Tulpentaschen und weiteren Präsenten beschenkt.

«Diese Leute werden voraussichtlich bis an ihre Belastungsgrenzen gehen müssen, um in den nächsten Wochen die Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Dafür habe ich allergrössten Respekt», sagt Bertschmann.

Für seine Aktion habe er bereits viele positive Rückmeldungen erhalten. Auch unter den Geschäftsinhabern in der Stadt und bei Kunden spüre er eine grosse Solidarität. Manche würden über seinen Online-Shop Blumen bestellen, um ihn zu unterstützen.

«Der Zusammenhalt ist gross, das finde ich eine schöne Erfahrung in dieser schwierigen Situation», so der Blumen Au Bouquet-Inhaber. (ck)

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